Hagen: Verfolgungsjagd über Autobahn und Schüsse
Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen: Die Insassen eines Autos wollen sich nicht kontrollieren lassen. Es fällt mindestens ein Schuss, der Fahrer rast über mehrere Autobahnen davon. Am Ende war in Hagen Schluss, nach rund 80 Kilometern Flucht: Die Polizei hat in der Nacht zum Donnerstag zwei Männer in der Ruhrgebietsstadt festgenommen, die auf der Autobahn auf ein anderes Fahrzeug geschossen haben sollen. Laut einem Reporter, der die Festnahme beobachtet hat, hatten sich die beiden vor der Festnahme eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Polizei bestätigte, dass mindestens ein Schuss fiel. Es sei aber niemand verletzt worden. Flucht über vier Autobahnen Die Verfolgungsfahrt begann auf der Autobahn 46 im Hochsauerlandkreis. Die Männer in dem Auto mit Hamburger Kennzeichen wollten sich dem Reporter zufolge einer Kontrolle der Polizei entziehen. Die Flucht führte von der A46 über die A445 und die A44 auf die A1. In Höhe von Hagen-West verließ das Fahrzeug die Autobahn und floh weiter in Richtung eines Gewerbegebiets. Zug muss Vollbremsung einlegen Vor einem Firmengelände stoppte das Auto, die Insassen liefen weg. Einer der beiden kletterte dem Reporter zufolge über einen Zaun auf ein Gleisgelände der Deutschen Bahn. Augenzeugen berichteten, dass ein Zug eine Vollbremsung einlegen musste. Schließlich konnten beide Männer festgenommen werden. Einer wurde mithilfe eines Polizeihubschraubers aufgespürt. Eine Schusswaffe wurde sicher gestellt. Fotos zeigen, wie sie an dem Firmengelände in Hagen auf dem Boden liegt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Weshalb sich die Männer nicht kontrollieren lassen wollten, ist noch unklar. Die Ermittlungen führt die Polizei Dortmund zusammen mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg.