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Oktober 2026: Tanken, Zeit, Alkohol – was sich alles ändert

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Die Uhr wird zurückgestellt, an Bahnhöfen wird Alkohol komplett tabu sein, und bei Vorsorgedokumenten wird es digitaler: Der Oktober bringt einige Änderungen. Mit dem Oktober hält der Herbst endgültig Einzug. Und auch rechtlich sowie organisatorisch ändert sich für die Bürger in Deutschland einiges. Manche Neuerungen greifen direkt zum Monatsanfang, andere erst Mitte oder Ende Oktober. Ein Überblick. Tankrabatt soll Spritpreise senken Autofahrer sollen ab Oktober beim Tanken entlastet werden . Dafür senkt der Staat die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für drei Monate – vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember. Rechnerisch kann der Sprit dadurch um bis zu 17 Cent pro Liter günstiger werden. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung wären das maximal 8,50 Euro. Ob die Entlastung tatsächlich vollständig bei den Autofahrern ankommt, ist aber offen. Tankstellen sind nicht verpflichtet, die Steuersenkung eins zu eins weiterzugeben. Zudem schwanken die Spritpreise weiter – sie könnten also trotz Tankrabatt steigen. Aus Erfahrung mit früheren Tankrabatten ist allerdings zu erwarten, dass die Preise vielerorts schon in der Nacht zum 1. Oktober sinken. Steuerlich begünstigt ist aber erst Kraftstoff, der nach Mitternacht Raffinerien oder Großtanklager verlässt. Bis dieser überall ankommt, kann es einige Tage dauern. Winterzeit beginnt Am letzten Sonntag im Oktober endet die Sommerzeit. In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt . Das bedeutet nicht nur eine Stunde mehr Schlaf, sondern auch einen vorübergehend früheren Sonnenaufgang. Abends wird es hingegen früher dunkel. Die sogenannte Winterzeit ist eigentlich die Normalzeit. Heckenschnitt wieder erlaubt Wer im Garten größere Arbeiten plant, darf ab Oktober wieder kräftiger zurückschneiden. Vom 1. März bis 30. September sind radikale Rückschnitte von Hecken, lebenden Zäunen, Gebüschen und anderen Gehölzen grundsätzlich verboten. Die Regel soll vor allem nistende Vögel und andere Tiere schützen. Am 1. Oktober endet diese Schonzeit. Dann sind auch stärkere Rückschnitte oder das Entfernen von Hecken wieder möglich. Trotzdem gilt: Wer vor dem Schnitt Tiere oder Nester entdeckt, sollte warten oder fachlichen Rat einholen. Heizsaison startet Mit dem Oktober beginnt auch die Heizperiode. Vermieter müssen dann sicherstellen, dass Wohnungen ausreichend beheizbar sind. Als Richtwert gelten tagsüber mindestens 20 Grad in Wohnräumen. Eine starre gesetzliche Heizperiode gibt es zwar nicht, in der Praxis orientieren sich Mietverträge und Gerichte aber häufig am Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April. Wird es vorher oder danach ungewöhnlich kalt, kann die Heizpflicht auch außerhalb dieses Zeitraums greifen. Alkoholverbot an allen Bahnhöfen Schon im September begann die Deutsche Bahn damit, ein Alkoholverbot an ihren Bahnhöfen einzuführen . Bis zum 15. Oktober soll es nun vollständig an allen rund 5.400 Stationen umgesetzt sein. Damit will die Bahn die Sicherheit für Fahrgäste und Beschäftigte sowie die Sauberkeit verbessern. Betroffen sind Bahnhofshallen, Bahnsteige und weitere Bahnhofsbereiche. Wer dagegen verstößt, muss zunächst mit einem Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen kann ein Hausverbot folgen. Ausgenommen bleiben die Bahnhofsgastronomie und verschlossene alkoholische Getränke im Gepäck. Verfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer Auch steuerpolitisch wird der Oktober wichtig. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12. und 13. Oktober über zwei Verfahren zur Erbschaftsteuer . Im ersten Verfahren geht es um die Frage, ob der Bund für bestimmte Regelungen überhaupt die Gesetzgebungskompetenz hatte. Konkret stehen unter anderem die Bewertung von Grundbesitz, Freibeträge und Steuersätze auf dem Prüfstand. Bayern kritisiert, dass Freibeträge und Tarife nicht ausreichend an Inflation und regionale Immobilienpreise angepasst seien. Lesen Sie hier, ab wann Sie aktuell Erbschaftsteuer zahlen müssen. Am Tag darauf beschäftigt sich Karlsruhe mit der Verschonung von Betriebsvermögen. Dabei geht es um die Frage, ob die teils weitreichenden Steuerbegünstigungen für Unternehmensvermögen andere Erben – etwa von Immobilien oder Wertpapieren – verfassungswidrig benachteiligen. Eine sofortige Änderung für alle Erbfälle folgt aus den Verhandlungen zwar nicht, die Entscheidungen könnten aber später erhebliche Folgen für Erben, Familienunternehmen und Nachfolgeplanungen haben. Wirtschaftsweiser: Karlsruhe dürfte Erbschaftsteuer kippen Ex-Multimillionär über Erbschaftsteuer: "Das empfinde ich als Frechheit" Impfsaison startet Mit dem Herbst beginnt auch die Impfsaison. Die Grippe wird oft unterschätzt, kann aber besonders für ältere Menschen und Vorerkrankte gefährlich werden. In der Saison 2025/2026 wurden dem Robert Koch-Institut rund 240.000 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet; mehr als 2.000 Todesfälle standen im Zusammenhang mit einer Influenzainfektion. Der beste Zeitraum für die Grippeimpfung liegt üblicherweise zwischen Oktober und Mitte Dezember. Der Körper braucht nach der Impfung einige Tage bis Wochen, um einen ausreichenden Schutz aufzubauen. Empfohlen wird die Impfung gegen Grippe vor allem Menschen ab 60 Jahren , Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko. Digitales Vorsorgeregister Ab Oktober wird das Zentrale Vorsorgeregister erweitert. Dort können künftig auf Wunsch elektronische Abschriften von Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen hinterlegt werden. Bisher konnten Ärztinnen, Ärzte und Betreuungsgerichte im Ernstfall vor allem erkennen, dass entsprechende Dokumente existieren und wo sie aufbewahrt werden. Künftig können sie den Inhalt unmittelbar einsehen, sofern die Dokumente digital hinterlegt wurden. Das kann in medizinischen Notlagen oder bei Entscheidungen über rechtliche Betreuung wertvolle Zeit sparen. Der Upload erfolgt nicht durch die Betroffenen selbst, sondern über verifizierte institutionelle Nutzer, etwa Notarinnen und Notare, Rechtsanwälte oder Betreuungsbehörden. Strengere Regeln für Ewigkeitschemikalien Ab dem 10. Oktober gelten in der EU neue Beschränkungen für eine bestimmte PFAS-Untergruppe. PFAS sind langlebige Chemikalien , die Wasser, Fett und Schmutz abweisende Eigenschaften haben. Sie stecken unter anderem in manchen Outdoor-Textilien, beschichteten Lebensmittelverpackungen, Kosmetika oder Imprägniersprays. Weil sich diese Stoffe in der Umwelt kaum abbauen und einige von ihnen als gesundheitlich problematisch gelten, werden sie schrittweise stärker reguliert. Einige Produkte müssen daher künftig anders hergestellt werden oder dürfen bestimmte PFAS nur noch unterhalb festgelegter Grenzwerte enthalten. Microsoft beendet Support Am 13. Oktober endet der Support für Microsoft Office 2021. Programme wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook funktionieren zwar weiter, Microsoft stellt dann aber keine Sicherheitsupdates und keinen technischen Support mehr bereit. Das kann insbesondere für Nutzer zum Problem werden, die sensible Daten verarbeiten oder Office beruflich einsetzen. Am selben Tag läuft auch der Support für Windows 11 in der Version 24H2 in den Home- und Pro-Editionen aus. Wichtig: Es geht nicht um Windows 11 insgesamt, sondern um diese konkrete Version. Betroffene Geräte sollten auf eine neuere Windows-Version aktualisiert werden, um weiter Sicherheitsupdates zu erhalten. Mehr Geld in Teilen des Handwerks Für Beschäftigte in einigen Handwerksbranchen steigen zum 1. Oktober die Löhne. Im Dachdeckerhandwerk erhöhen sich die Ecklöhne um 3,4 Prozent, im Gerüstbauerhandwerk um 4,4 Prozent. Auch Auszubildende bekommen mehr Geld. Für Verbraucher hat das keine unmittelbare Auswirkung. Mittelfristig können höhere Löhne aber ein Faktor bei Handwerkerpreisen sein – neben Materialkosten, Nachfrage und regionaler Auslastung. Ikea startet Secondhand-Marktplatz Ikea baut sein Geschäft mit gebrauchten Möbeln aus. Am 14. Oktober soll in Deutschland ein neuer Secondhand-Marktplatz für Ikea-Family-Mitglieder starten . Darüber können Nutzer gebrauchte Ikea-Produkte direkt untereinander kaufen und verkaufen. Anders als beim bisherigen Rückkaufprogramm verkauft Ikea die Möbel dabei nicht selbst weiter, sondern stellt vor allem die Plattform bereit. Voraussetzung ist eine kostenlose Ikea-Family-Mitgliedschaft. Für Käufer ist ein Käuferschutz vorgesehen, der nach bisherigen Informationen mit einer Gebühr verbunden ist.



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