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Nach Reiche-Befehl zu Gasspeichern: Reicht das Gas für den Winter?

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Wirtschaftsministerin Katherina Reiche lässt das Staatsunternehmen Sefe die Gasspeicher auffüllen. Bei einem kalten Winter könnte es dennoch eng werden. Die Bundesnetzagentur rechnet trotz niedriger Füllstände der Gasspeicher nicht mit Engpässen im Winter. "Die Versorgung ist gesichert", sagte Behördenchef Klaus Müller am Donnerstag bei einer Energiekonferenz in Berlin. Deutschland habe seine Gas-Infrastruktur in den vergangenen Jahren umgebaut und sei nun robuster aufgestellt, nicht nur mit LNG-Importen (Flüssigerdgas) aus den USA . Ein normaler Winter mit kalten Januartagen beispielsweise könne auch mit den jetzigen Speicherständen abgedeckt werden. Zum Ende des Winters hin wären die Stände dann aber sehr niedrig. Reiche ordnet Gasspeicherung an Zuvor hatte der Gasspeicherverband Ines mehrmals gewarnt, dass die Gasspeicher im Falle eines kalten Winters schon im Januar oder Februar leer sein könnten . Herausfordernd könnte es auch sein, wenn der Winter besonders lang dauert – also kalte Tage schon früh einsetzen und diese dann bis in das Frühjahr hinein anhalten. Müller widerspricht dieser Einschätzung nicht grundsätzlich; ein durchschnittlicher Winter sei aber abgesichert. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte am Mittwoch das verstaatlichte Energieunternehmen Sefe angewiesen, mehr Gas einzuspeichern . Dies sei in Absprache mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) geschehen, so das Wirtschaftsministerium. Hintergrund seien geopolitische Risiken, also der Iran-Krieg, der Energielieferungen vom Persischen Golf eingeschränkt habe. Sefe teilte mit, die Anweisung erhalten zu haben, bis zum 15. Dezember acht Terawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern. "Das ist eine logische Schlussfolgerung", sagte Müller. Die vorherigen Appelle hätten nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Die Regierung habe Sefe anweisen können, andere private Gashändler dagegen nicht. Neben Sefe befindet sich noch das Gasunternehmen Uniper in staatlicher Hand; dieses wird aber anders als Sefe vom Wirtschaftsministerium, sondern vom Finanzministerium geführt. EU fordert Mitgliedstaaten zum Sparen von Strom und Gas auf Die Gasspeicher sind zurzeit nur zu knapp 58 Prozent gefüllt. Das ist ungewöhnlich wenig und weit weniger als vorgegeben. Ein Grund dafür sind die durch den Iran-Krieg gestiegenen Preise . Sie haben es im Sommer für private Anbieter unattraktiv gemacht, Gas für die Speicher einzukaufen. Die Speicherstände waren zudem Ende des vergangenen Winters sehr niedrig. Nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU ist die Lage vor dem Winter angespannt. Die europäischen Speicher sind nur zu 71 Prozent gefüllt, das ist ebenfalls weit unter dem langjährigen Schnitt. Die EU-Kommission hat deshalb am Wochenende die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Laut einem Bericht von "Politico" forderte Energiekommissar Dan Jørgensen die Energieminister der Mitgliedstaaten in einem Brief zu "gezielten" Maßnahmen auf, die dazu beitragen könnten, die Preise zu stabilisieren. Die Lage sei zwar "herausfordernd", aber es gebe "aktuell keine direkten Versorgungsrisiken", zitiert das Portal den Politiker. Der Gaspreis ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs lag er bei rund 30 Euro pro Megawattstunde, Anfang Oktober schwankt er zwischen 70 und 80 Euro/MWh. Auf Verbraucher hat das noch keine spürbaren Auswirkungen. Je länger sich das Preisniveau allerdings hält, desto höher können auch die Preise für Privathaushalte werden.

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