Kreativwirtschaft Heidelberg: Fünf Jahre Verlängerung für das Dezernat 16
Von Anica Edinger
Die Zukunft des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum "Dezernat 16" in Bergheim ist gesichert - bis zum Jahr 2023: Einstimmig verlängerte der Gemeinderat in der vergangenen Woche die bis 2018 befristete Zwischennutzung in der ehemaligen Feuerwache um weitere fünf Jahre. Betreiber bleibt die städtische Gesellschaft Heidelberger Dienste.
Außerdem votierten die Stadträte mit 24 Ja- und 15 Nein-Stimmen für einen Antrag der Grünen-Fraktion. Damit wird die Stadtverwaltung beauftragt, ein langfristiges Konzept zu erstellen, um die Akteure der Kreativwirtschaft auch über das Jahr 2023 hinaus in Heidelberg zu halten. Es müsse unter anderem geklärt werden, wie es nach den fünf Jahren für die Nutzer weitergehe, und was passiere, wenn das Gebäude in Bergheim nicht mehr als Kreativwirtschaftszentrum genutzt werden könne.
Die SPD wunderte sich über den Antrag. "Was ist der Anlass dafür?", fragte Fraktionsvorsitzende Anke Schuster. Schließlich sei man gerade dabei, die Nutzungsdauer um weitere fünf Jahre zu verlängern. Außerdem sei bekannt, dass aktuell auf den Campbell Barracks ein weiteres Kreativwirtschaftszentrum entstehe. Die Sinnhaftigkeit des Antrags erschließe sich ihr jedenfalls nicht. Inhaltlich könne man dennoch zustimmen. Ähnlich sah es die CDU-Fraktion. Stadtrat Matthias Kutsch sagte: "Meines Erachtens ist das reine Symbolpolitik der Grünen." Die Verlängerung der Zwischennutzung sei ein deutliches Bekenntnis des Gemeinderats für die Kreativwirtschaft in dieser Stadt.
Schließlich sprang Judith Marggraf von der Grün-Alternativen-Liste (GAL) den Grünen bei. Es reiche so langsam mit dem Rumhacken auf den Kollegen. Außerdem solle man so fair sein und jetzt für den Antrag stimmen. Schließlich habe man die Grünen im Haupt- und Finanzausschuss einige Tage zuvor noch beauftragt, ihren Antrag umzuschreiben. Denn zuvor bezog er sich konkret auf die alte Feuerwache. Nachdem OB Eckart Würzner aber klar gemacht hatte, dass das Gebäude langfristig saniert werden müsse, verfassten die Grünen einen allgemeineren Antrag, der schließlich auch eine Mehrheit fand.
