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Февраль
2018

Heidelberger Forum für Kunst: Künstler machen Druck

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Von Heide Seele

Heidelberg. Wieder ein genial erdachtes Motto, das wie gewohnt von Werner Schaub stammt: "Druck machen" heißt die derzeitige Grafik-Ausstellung der Heidelberger Künstlergruppe, an der neun Mitglieder beteiligt sind. Der Besucher gewinnt wieder manch wertvolle Erkenntnis, denn der Leitgedanke wird auf schlüssige Weise anschaulich gemacht.

Zwar ist die jeweilige Technik nicht immer auf Anhieb zu erkennen, aber wer sich in seiner Schulzeit mal mit der Fertigung eines Linolschnitts plagte, dürfte noch heute über den Unterschied zwischen Tiefdruck und Hochdruck Bescheid wissen. Beim Hochdruck handelt es sich wohl um die älteste Technik der Vervielfältigung, denn schon die alten Ägypter schufen im dritten Jahrhundert vor Christus Stempeldrucke. Die Präsentation unterschiedlicher Drucktechniken ist daher sowohl in historischer als auch in gattungsgeschichtlicher Hinsicht einen Besuch wert.

Luitgard Borlinghaus hat den Titel der Ausstellung in ihrer drei Farben aufweisenden Lithografie "Druck machen" aufgegriffen und unterfütterte ihre "Zeit-Aussicht" mit spielerisch-surrealen Elementen, die einen doppelten Boden aufweisen, während Günther Berlejung in seiner Farbradierung einen "Nachmittag am alten Schiffsfriedhof" festhält - und dies in farbsatt-vitaler Gestaltung, bei der Blau, Schwarz, Rot in koloristischen Wettstreit treten.

Reiner Coblenzer zeigt zu seinem Materialdruck auch die zugehörige Platte, was vor allem für Besucher, die mit der Materie wenig vertraut sind, sehr informativ ist, und Gotthard Glitsch, der stets bereit ist, seine Artefakte zu erläutern, belegt wieder, wie intensiv er die jeweiligen Techniken beherrscht. In seiner Radierung "Licht-Gefährten" mit einer dichten Ansammlung heller Körper scheint er einen Einblick in Dantes Inferno zu wagen. Wie gewohnt, geht der nicht nur technisch höchst versierte Künstler äußerst exakt vor. Das belegen auch die ebenso edel wie preziös gestalteten "Steinknospen", während Gerhard Kilger mit seiner Lithografie "Befiehl du deine Wege" ein starkes Bild vorlegt, das zum Innehalten aufzurufen scheint. Das blutige Angesicht des Geschundenen wird vielen Besuchern im Gedächtnis haften bleiben.

Bei Gisela Hachmann-Ruchs Linolschnittserie, die ausnahmslos Unikate serviert, ist wieder alles im Lot, da streng und klar konstruiert. Zu ihren flächigen Arbeiten zeigt sie auch die jeweiligen Druckplatten. Die eingehende Auseinandersetzung der einzelnen Künstler mit ihrem Material wird in allen ausgestellten Arbeiten dokumentiert, zum Beispiel auch von Monika Klein, die in ihren "Verbindungen" mit Aquatinta und Zuckertusche zu erkennen gibt, wie sorgsam sie die Fläche zu gliedern weiß. Es ist für die Besucher sehr informativ, wenn sie neben den künstlerischen Resultaten auch mal eine Kupferplatte betrachten können oder den Abdecklack für helle Stellen und das Kolophonium kennenlernen, das sonst primär dem Geiger ein Begriff ist. Gewohnte Qualität weisen die Drucke von Roswitha Pape und die zwei Holzschnitte von Sigrid Kießling-Rossmann auf.

Damit sind noch längst nicht alle Künstler erwähnt, in deren Werk Christmut Präger auf kundige Weise einführte, nachdem Werner Schaub, Kopf und Herz des Forums für Kunst, in seiner Grußadresse auch auf den bevorstehenden Abschied von Geschäftsführer Michael Rosler verwies.

Info: "Druck machen" im Forum für Kunst Heidelberg, Heiliggeistraße 21, bis 18. März.




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