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Февраль
2018

Hockenheim: Am Kraichbach war Zentimeterarbeit angesagt (plus Fotogalerie)

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Von Harald Berlinghof

Hockenheim. Zwei Grad über Null. Die Kälte beißt sich auf der Aussichtsplattform am Rande der Großbaustelle zum Hochwasser- und Ökologieprojekt (HÖP) in Hockenheim langsam aber unaufhaltsam durch die Pullover und Schals der Anwesenden. Um 9 Uhr ist es dann soweit. Mathias Schmitt lässt den Motor des Schwerlast-Mobilkrans der Plankstadter Firma Wiesbauer an. Der Kran soll die beiden großen Einzelteile der Stahlbrücke, die später einmal als Fuß- und Radwegbrücke über den neu gestalteten Kraichbach hinweg führen soll, passgenau auf die beiden Beton-Widerlager auflegen.

Dabei ist Zentimeterarbeit angesagt. Je acht Tonnen wiegen die Stahlteile, die eine Länge von rund 28 Meter haben. Das schafft der Mobilkran, der auf seinen eigenen acht Großrädern am frühen Morgen aus Plankstadt herüber gerollt ist, ohne Probleme. "Bis zu 80 Tonnen Höchstgewicht kann der Kran anheben", erklärt Schmitt. Der unweit daneben stehende Baukran, der imposant 30 Meter in den Himmel ragt, wäre dazu nicht in der Lage. "Der würde umfallen", erklärt der Mobilkranfahrer lachend.

Die Brückenteile waren am gestrigen Mittwoch um die Mittagszeit an Ort und Stelle platziert. Losgefahren war Michael Wandt mit seinem Tieflader und den beiden stählernen Brückenteilen in Grenzach an der Schweizer Grenze. Zwischen drei und vier Stunden war er unterwegs bis er seinen Schwerlaster in der engen Baustelle zwischen der Hockenheimer Zehntscheune und dem Carl-Friedrich-Gauss Gymnasium rückwärts eingeparkt hatte. Die Brücke soll in den nächsten Wochen verschweißt und mit einer Betondecke versehen werden, wie Friedhelm Strifler von den BIT Ingenieuren Karlsruhe erklärt. Bis sie benutzt werden kann, wird es allerdings Herbst werden. Insgesamt liege man mit dem gesamten HÖP-Projekt gut in der Zeit. Im Spätsommer 2019 soll der neue Hockenheimer Naherholungsraum - genannt HÖP - fertiggestellt werden. Oberbürgermeister Dieter Gummer wünscht sich, dass das noch im August geschieht, denn da endet seine Amtszeit wegen Überschreitung der Altersgrenze für Bürgermeister in Baden-Württemberg. Und da unter seiner Ägide das Projekt geplant und vorangetrieben wurde, möchte er es gerne als Oberbürgermeister auch noch an die Bürger übergeben. Im Zuge des HÖP Hockenheim werden die beiden Gewässer Kraichbach und Mühlkanal innerstädtisch auf einer Länge von rund 800 Meter in ein neues gemeinsames Bett verlegt und die Verkehrsführung zwischen Messplatz und Zehntscheune wird grundlegend umgestaltet.

Die bisherige Verbindungsstraße "Untere Mühlstraße" zwischen dem Gebiet Messplatz/Stöcketweg und der Oberen Hauptstraße wird auf zwei Brücken verteilt. Zukünftig gibt es etwa 30 Meter nördlich der ehemaligen Straßenbrücke eine KfZ-Brücke mit Fußwegen auf beiden Seiten. Die steht gegenwärtig, mit Holz eingerüstet, parat für die Betonierungsarbeiten. Genau an der Stelle der alten Brücke entsteht eine reine Fuß- und Radwegbrücke über die vor allem viele Schüler des Schulzentrums in Richtung Innenstadt radeln werden - die wurde jetzt von dem bärenstarken Mobilkran eingehoben. Die Breite der Brücke zwischen den Geländern liegt bei vier Meter. Die Baukosten sollen laut Angabe des Regierungspräsidiums in Karlsruhe bei rund 320.000 Euro liegen. Die Kosten für das Gewerk des Brückenbaus zahlt zu 100 Prozent die Stadt Hockenheim.




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