Heidelberger Verein erfüllt Herzenswünsche: 17-jährige Mutter darf den Hip-Hop-Traum leben
Von Lena Scheuermann
Heidelberg. Ob Karateunterricht, Urlaub auf dem Ponyhof oder eine Shoppingtour mit einem Topmodel - mit der Unterstützung des Vereins "Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg" werden Kinderträume und Herzenswünsche wahr. Anfang der Woche konnte sich auch die 17-jährige Sabrije aus Heidelberg über eine ganz besondere Überraschung freuen: Durch die Hilfe des Vereins konnte sich das Mädchen den lang gehegten Traum von einem Hip-Hop-Tanzkurs erfüllen.
Über ihren ganz persönlichen Herzenswunsch musste das Mädchen erst einmal eine ganze Weile nachdenken. Sabrije ist jung Mutter geworden und lebt mit ihrem Kind im Heidelberger St. Paulusheim. "In so einer Situation stellt man seine eigenen Wünsche schon mal zurück", meinte Thomas Burger, Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen, dem Träger der Mutter-Kind-Einrichtung. Getanzt habe sie aber schon immer gerne, wie die junge Mutter erzählte: "Das ist einfach für mich und meine Zukunft wichtig." Dass ihr Wunsch dann aber plötzlich in Erfüllung gehen sollte, konnte sie zunächst gar nicht richtig glauben.
Bereits seit 14 Jahren erfüllt der gemeinnützige Verein "Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg" mit Sitz in Stuttgart die Herzenswünsche kranker oder sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Finanziert wird er durch Spenden. "Jeder junge Mensch hat seine eigenen Träume und Wünsche, und genau die versuchen wir zu erfüllen", so erklärte Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg, Gründerin und Namensgeberin des Vereins, dessen Philosophie. Ob rosa Himmelbett oder Familienurlaub auf dem Reiterhof, kein Wunsch ist dem Verein zu klein oder zu groß. Die rund zehn ehrenamtlichen Mitglieder setzten dabei alles daran, den Kindern ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren, so von Sachsen-Altenburg.
Auch bei der Erfüllung von Sabrijes Herzenswunsch wurde nichts dem Zufall überlassen: Nachdem die Mannheimer Unternehmerin Gabriele Popp den Verein auf die junge Mutter aufmerksam gemacht hatte, erklärte sich die Tanzschule Nuzinger auf Nachfrage sofort dazu bereit, ihr ein halbes Jahr lang Tanzstunden mit Gleichaltrigen in einer Gruppe und sogar noch eine Einzelstunde zu ermöglichen. Passend dazu erhielt Sabrije als Überraschungsgeschenk des Vereins neben einer prall gefüllten Tüte Süßigkeiten für sich und ihr Kind auch noch nagelneue Sportschuhe, die für den Tanzkurs benötigt werden.
"Bei unserem Projekt geht es nicht nur darum, den Kindern eine Freude zu machen, sondern auch um eine nachhaltige Wirkung", erklärte von Sachsen-Altenburg. Es sei ihr wichtig, dass die Kinder lernten, auch weiterhin an ihre Träume zu glauben, diese zu formulieren und etwas für deren Erfüllung zu tun.
