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Май
2018

Heidelberger Kunstverein "Art van Demon": "Wir können machen, was wir wollen"

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Von Jonas Labrenz

Heidelberg. Selbst eine Kunstausstellung kuratieren - von der Auswahl der Künstler bis zur feierlichen Eröffnung und darüber hinaus: Davon träumen nicht nur Studenten der Kunstgeschichte. Der Kunstverein "Art van Demon" macht genau diesen Traum wahr. Denn dort können sich auch Studenten anderer Fachrichtung engagieren: "Es kann jeder mitmachen. Jeder, der kunstbegeistert ist und Lust hat, eine Ausstellung zu gestalten", erklärt Annette Krämer, die Vorsitzende von "Art van Demon".

"Zeitausbeute" hieß die große Ausstellung, die der Verein im vergangenen Jahr anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Dezernat 16 veranstaltete, die nächste ist für Ende Juni geplant. Wieder soll es ein Rahmenprogramm geben: "Wir versuchen das bei jedem Projekt. Zum Beispiel planen wir Vernissagen mit Sektempfang, eine Party, Künstlergespräche oder Workshops", so Krämer. Oft beginnen die knapp zehn aktiven Mitglieder bei null. Das fängt schon beim Ausstellungsort an: "Wir haben keine feste Location für unsere Ausstellungen", erklärt Schatzmeister Nikias Herzhauser. "Damit haben wir immer neue Herausforderungen."

Um die Arbeit weiterhin stemmen zu können, hoffen die beiden auf mehr neue Mitglieder. "Wir haben eine recht hohe Fluktuation", sagt Krämer. Manche blieben nur für eine Ausstellung. "Das ist aber auch in Ordnung. Der Verein wurde ja dafür gegründet, um kuratorische Praxis zu bekommen", so die 26-Jährige. Bei jedem Projekt teilen sich die Mitglieder in Teams auf: Die einen betreuen die Künstler, andere machen Pressearbeit, gehen in die Kunstvermittlungsgruppe, um die Führungen zu planen, oder suchen Sponsoren.

Mit dem Jahresbeitrag von 16 Euro kann der unabhängige und eigenständige Verein seine Kosten allein nicht decken. Durch die Sponsoren allerdings haben sie die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen: "Wir können machen, was wir wollen", freut sich Herzhauser. Und sie wollen vor allem regionale Künstler unterstützen, die vielleicht die erste Chance bekommen, auszustellen. In Zukunft möchte "Art an Demon" noch mehr Kooperationen eingehen. "Wir wollen zum Beispiel in der Altstadt noch aktiver werden", so Krämer. Im Frühjahr stellten sie im Buchladen für Philosophie, Dichtung und Kunst, "Artes Liberales", am Kornmarkt aus. Zwei Illustratoren konnten dort ihre Werke vorstellen. Der Ort erschien der 26-Jährigen dafür wie geschaffen: "Wir haben extra versucht, eine Verbindung zwischen Kunst und Buchmarkt zu finden", erklärt sie.

Herzhauser ist erst seit Oktober im Verein und hat schnell Verantwortung übernommen. Er erinnert sich noch gut an die erste Werkschau, an der er beteiligt war: "Ich fand es schon cool zu sehen, dass die Ausstellung, die man lange geplant hat, am Ende auch funktioniert", so der 24-Jährige. Krämer dagegen ist schon 2015 "Art van Demon" beigetreten: "Mein Highlight ist immer die Werkauswahl und der Aufbau - man muss teilweise echt kreativ werden." Für die Zukunft planen die beiden in den sozialen Netzwerken noch aktiver zu werden und noch stärker verschiedene Kunstgattungen auszustellen. Nicht nur Bilder, sondern auch Videos, Installationen, Performances und Fotografien gehörten schon heute zum Repertoire. "Wir versuchen noch mehr neuen Wind reinzubekommen", erklärt Herzhauser und wünscht sich dafür noch mehr Mitglieder mit kreativen Ideen.

Info: Die Mitglieder von "Art van Demon" treffen sich jeden Dienstag um 18.15 Uhr in den Breidenbach Studios, Hebelstraße 18. Mehr Infos unter www.artvandemon.de.




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