Fußball-Verbandsliga: Es wird nochmals brenzlig für die SGK Heidelberg
Heidelberg. (CPB) Für die SGK Heidelberg ist die Saison in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden noch nicht vorüber. Nach der 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen die SpVgg Neckarelz stehen die Kirchheimer in der Tabelle nur drei Punkte über dem Relegationsrang 13. "Wir brauchen noch einen Sieg aus den letzten drei Spielen", sagte nach dem Schlusspfiff auch SGK-Trainer Marc Willems, dem der Auftritt seiner Elf nicht gefallen hatte.
"So geht’s, nur so!", rief hingegen der Neckarelzer Trainer Marc Ritschel seiner jungen Mannschaft zu, die auf dem Relegationsrang verharrt, sich aber berechtigte Hoffnungen auf ein Vorrücken ins Tabellenmittelfeld machen darf. Denn am Samstag im Sportzentrum Süd war zwischen 15 und 16.45 Uhr die SpVgg Neckarelz die unverkennbar bessere Mannschaft, die ohne jeden Zweifel verdient gewann.
Das war besser: Die Odenwälder machten aus ihren Chancen zwei Tore, bei denen die Kirchheimer Abwehr nicht gut aussah. Zum 0:1 in der 28. Minute durfte Simon Fertig drei Abwehrspieler umkurven, ehe er den Ball vom linken Strafraumeck mit dem linken Fuß - unhaltbar für Alexander Jäger - in den rechten Torwinkel zauberte. Und beim 0:2 in der 45. Minute wurde der ehemalige Kirchheimer Fabio Schmidt ebenfalls nicht beherzt genug gestört; sein Schuss von ganz rechts sprang vom linken Innenpfosten ins Tor, und die Heidelberger Abwehr staunte: Nanu, was ist denn da passiert?
Besser war bei Neckarelz auch, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit, obwohl die neu formierte Viererkette ein Durchschnittsalter von nur 18,5 Jahren hatte, so gut wie keine klare Kirchheimer Torgelegenheit zuließ, was Marc Ritschel ebenso freute wie seinen Banknachbarn Stefan Strerath, der zwischen 1996 und 2000 der Chef im Kirchheimer Mittelfeld gewesen war. Wenn die Heidelberger hätten gewinnen wollen, so hätten sie schon ihre beiden großartigen Chancen am Anfang nutzen müssen: Nach zwei Minuten scheiterte Rufus Froschauer aus sechs Metern an Keeper Maximilian Penz, ehe Can Aydingülü nach weitem Einwurf von Roman Just in der achten Minute frei zum Kopfball kam und das Tor verfehlte. Danach griffen die Kirchheimer zwar eifrig und ziemlich kopflos an, hatten aber keine klare Chance mehr, während Neckarelz dem 0:3 nahe war.
Anhänger der SGK unter den rund 100 Zuschauern machen sich Sorgen. Der Klassenverbleib ist noch nicht sicher, und was die Mannschaft in der nächsten Saison ohne Alexander Jäger, David Kiefer und Jonas Rehm leisten kann, steht in den Sternen - zumal auch über den Verlust der guten Can Aydingülü und Martin Rau gemunkelt wird.
Heidelberg: Jäger - Paling, Rau, Maier - Just, Johannes (60. Kiefer), Rehm, Aydingülü, Feßler (60. Pavic) - Brummer (65. Iseni), Froschauer (83. Gurley).
Neckarelz: Penz - Sanneh (76. Stützel), Bitz, Kizilyar, Frey - Hotel, Böhm (90. Cardal), Fertig, Ahmeti - Schmidt (86. Göttmann), Kurt (75. Malinovski).
Schiedsrichter: Mößner (Karlsruhe); Zuschauer: 100; Tore: 0:1 ) Fertig (28.), 0:2 Schmidt (45.).
