Edingen-Neckarhausen: LED-Technik wird günstiger
Edingen-Neckarhausen. (nip) Allzu häufig kommt es nicht mehr vor, dass ein Projekt günstiger wird als gedacht. Doch bei der Umrüstung der öffentlichen Straßenbeleuchtung in Edingen-Neckarhausen auf LED-Technik lag das wirtschaftlichste Angebot bei 281.000 Euro. Im Haushalt eingestellt sind 400.000 Euro, wobei das Land 343.000 Euro an Fördermitteln bewilligt hat. Im Gemeinderat erklärte Ingenieur Klaus Bellgardt vom beauftragten Büro StepConsult aus Maikammer, dass unter sechs Angeboten das der MVV Netz GmbH am wirtschaftlichsten gewesen sei. Am Markt herrsche eine "Preisschlacht", große Aufträge wie dieser mit 630 auszutauschenden Leuchten seien attraktiv.
Im Zuge einer sogenannten "Massenmehrung" können nun neben den Hauptstraßen in den Ortsteilen in weiteren Straßen die alten Leuchtmittel ersetzt werden. Dabei liege der Fokus deshalb auf Edingen, weil dort im Altbaugebiet deutlich mehr alte Quecksilberdampfleuchten vorhanden seien als in Neckarhausen, erklärte Bellgardt.
Die Umrüstung soll bis Oktober erfolgt sein, die Einsparung selbst sollte sich dann ab nächsten Winter bemerkbar machen. Nicht nur finanziell: Bernd Grabinger erwähnte eine Reduzierung von 60 bis 70 Prozent an schädlichem CO2-Ausstoß im Jahr. "Wir sind froh, dass unser Antrag aus 2014 soweit fortgeschritten ist, dass dieses Jahr schon erste Erfolge erzielt werden", meinte der Fraktionssprecher. Die eigens eingesetzte Leuchtenkommission habe einen guten Kompromiss gefunden.
Dabei ging es in erster Linie um die Helligkeit der Lampen, um einerseits das Sicherheitsbedürfnis der Einwohner zu respektieren, andererseits jedoch auch Rücksicht auf nachtaktive Tiere in naturnahen Bereichen zu nehmen. "Wir stehen gut da, auch was die finanzielle Seite betrifft. Und wir werden uns am Licht erfreuen", meinte SPD-Fraktionssprecher Thomas Zachler.
Vonseiten der Offenen Grünen Liste war Thomas Hoffmann zufrieden, dass Nabu-Sprecher Stefan Brendel als sachkundiger Bürger in der Leuchtenkommission vertreten war. "Punktuell", so wünschte sich Stephan Kraus-Vierling (UBL), müsse man die Konzeption noch überprüfen.
