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Июнь
2018

Bombendrohung in Brühl: Es war wohl schon wieder ein übler Scherz

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Brühl. (sbl) Wer telefoniert heutzutage noch von einer Telefonzelle aus? Für das Polizeipräsidium Mannheim ein auffälliges Verhalten. "Jeder hat ein Smartphone oder Handy", sagt ein Sprecher der Polizei. Münztelefone sind Relikte aus einer anderen Zeit, in Reilingen wurde erst Anfang Juni das letzte Telefonhäuschen abgebaut.

Die Mannheimer Ermittler hoffen deshalb auf Zeugen zu zwei noch unaufgeklärten Fällen, die eventuell zusammenhängen: Zweimal ist in den vergangenen vier Wochen eine Bombendrohung in der Brühler Schillerschule eingegangen. Beide Male soll es sich um einen "üblen Scherz" gehandelt haben. Und: Der oder die Täter haben in beiden Fällen ein Münztelefon benutzt.

Die zuständigen Ermittler wissen, dass der erste Anruf vom 18. Mai in Brühl, der zweite vom 19. Juni in Mannheim-Rheinau getätigt wurde. Wie sie vorgehen, äußern die Beamten nicht. Auch die Schulleiterin der Schillerschule, Dorothea Schmidt-Schulte, will aus Respekt vor den Eltern und Familien keine Details zu den Vorfällen nennen.

Sie war aber dazu bereit, das generelle Vorgehen in Krisensituationen zu erklären. An jeder der über 4000 Schulen landesweit schreibt ein Krisenplan das Verhalten in Gefahrensituationen vor. Der muss jedes Jahr von den Schulen aktualisiert werden. "Da steht etwa die Feuerübung drin", erklärt Schmidt-Schulte. Der Plan wird vom Kultusministerium ausgestellt. Und: "Er ist für jede Schule verbindlich", erklärt Christine Sattler, Pressesprecherin des Kultusministeriums.

Rein praktisch unterscheidet Schulleiterin Schmidt-Schulte zwischen mündlicher und geprobter Vorbereitung. Gewisse Themen könnten mit den Schülern besprochen werden, Feueralarm wird in der Regel auch geprobt. Das gilt aber nicht für Amok-Situationen. "Amok-Proben wie in den USA gibt es in Baden-Württemberg nicht." Christine Sattler bestätigt das und nennt zwei Gründe dafür.

Erstens könne man die mentalen Folgen für Kinder nicht absehen. Zweitens wolle man keine Hinweise an potenzielle Täter aus der Schülerschaft liefern. Der Ernstfall könne nur mit dem Lehrerkollegium geprobt werden, die Polizeipräsidien böten Simulationen an, so Sattler.

Außerdem fassen Kultus-, Innen- und Umweltministerium das "Verhalten bei Gewaltvorfällen und Schadensereignissen" in einem gemeinsamen Papier zusammen. Dazu zählen etwa Bomben- oder Amokdrohungen.

Generell haben die Behörden nach dem Amoklauf in Winnenden einiges geändert. "Seit 2009 ist die Kommunikation zwischen Innenministerium, Rettungskräften und den Schulbehörden verstärkt worden", erklärt Sattler. Deshalb habe sogar sie als Pressesprecherin von den Vorfällen aus Brühl gehört.

Die psychische Belastung für Kinder, Eltern und Lehrer sei dabei nicht zu unterschätzen. Zahlen des Innenministeriums zeigen, dass es 2014 18 Amok-Fehlalarme, 2015 lediglich vier und 2016 zwölf falsche Amok-Situationen gab. "Jeder Fehlalarm ist einer zu viel", sagt Sattler.

Info: Die Polizei nimmt Hinweise unter 0621/ 1 74 44 44 entgegen. Der erste Anruf wurde in der Straße "Am Schrankenbuckel" getätigt. Die Telefonzelle befindet sich unweit des Brühler Freibads. Der zweite Anruf kam von der Relaisstraße, Höhe Marktplatz (Mannheim Rheinau).




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