Добавить новость
ru24.net
World News
Июнь
2018

Radfahren in der Unteren Hauptstraße: Wieslochs Untere Hauptstraße wird nur vormittags für Radler geöffnet

0

Wiesloch. (hds) Fahrradfahren in der Unteren Hauptstraße wird künftig erlaubt sein, wenn auch nur in einem eingeschränkten Zeitraum. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde mit einer knappen Mehrheit (14:12 Stimmen, eine Enthaltung) ein Änderungsantrag der SPD angenommen, das Radeln in diesem Bereich täglich zwischen sechs und elf Uhr vormittags zu ermöglichen. Die Regelung tritt in Kraft, sobald die entsprechenden Hinweisschilder angebracht sind. Ein weitergehender Antrag der Grünen-Fraktion auf eine unbeschränkte Durchfahrterlaubnis hatte zuvor keine Mehrheit gefunden und wurde mit 18 Nein-Stimmen bei 8 Ja-Stimmen abgelehnt.

Gabriela Lachenauer (Grüne) begründete die von ihrer Fraktion vorgeschlagene Öffnung der Unteren Hauptstraße für Radfahrer mit einem Mehrwert unter anderem für den Einzelhandel und verwies zugleich auf andere Städte, in denen Radler die Fußgängerzone nutzen dürften. "Dies klappt beispielsweise in Walldorf und Sinsheim ohne Probleme", trug sie vor.

Zudem könne man mit der Öffnung auch einen weiteren Baustein für eine umweltfreundliche Stadt setzen. "Wichtig ist uns weiterhin, den bereits herrschenden Zustand zu legalisieren, denn schon heute nutzen viele die Untere Hauptstraße mit dem Rad und es gab bisher keine Unfälle", begründete Lachenauer den Vorstoß ihrer Fraktion.

Für diese neuerliche Initiative bezieht man sich ihren Worten zufolge auf die Ergebnisse der INSEK-Umfrage, nach der 49 Prozent der Teilnehmer es für wichtig ansehen, dort den Radverkehr zu erlauben, 43 Prozent hätten dies als "unwichtig" erachtet. "Dies war für uns Anlass genug, jetzt erneut initiativ zu werden, zumal derzeit keine sichere, innerstädtische Nord-Süd- Verbindung für den Radverkehr besteht."

Oberbürgermeister Dirk Elkemann zeigte sich verwundert. "Sie haben die INSEK-Umfrage-Ergebnisse angezweifelt, sie als nicht repräsentativ bezeichnet und jetzt beziehen sie sich in ihrem Antrag gerade darauf. Das hat was mit Ironie zu tun." Für ihn müsse das Thema in einem Gesamtzusammenhang betrachtet werden. "Meine persönliche Meinung: Wir sollten die INSEK-Klausurtagung abwarten, um dann eine endgültige Entscheidung zu treffen."

Er betonte, man müsse abwarten, ob künftig der Bus weiterhin durch die Hauptstraße fahren werde, dann habe er selbst nichts gegen eine Öffnung für den Radverkehr. Im umgekehrten Falle müsse man sich, eben ohne Bus, vielleicht auf eine reine Fußgängerzone verständigen.

Ähnlich äußerte sich Klaus Deschner (CDU). "Sehr seltsam, dass Sie sich auf die INSEK-Umfrage beziehen", sagte er in Richtung Grünen-Fraktion. Es sei der falsche Zeitpunkt, jetzt darüber abzustimmen. Bernd Lang (FDP) bezeichnete den Antrag als "unausgegoren". Bei einem solch wichtigen Thema sollte aus seiner Sicht eine Bürgerbefragung durchgeführt werden. Für Dr. Fritz Zeier, Fraktionschef der Freien Wähler, "ist es schade, dass so emotional diskutiert wird". Mit dem Grünen-Vorschlag werde doch lediglich der Status quo legalisiert. Entscheidend sei doch ein rücksichtsvolles Verhalten der Fahrradfahrer. "INSEK kann nur eine Empfehlung aussprechen, die endgültige Entscheidung liegt beim Gemeinderat. Wir in unserer Fraktion sind teilweise dafür und unterstützen den Grünen-Antrag."

Richard Ziehensack (SPD) verwies auf die intensive Diskussion in der Öffentlichkeit zu dem Fahrradthema in der Unteren Hauptstraße. "Wir haben dies daher in unserer Fraktion nochmals besprochen und haben uns auf den eingebrachten Vorschlag verständigt." Gerade für Kinder sei es wichtig, auf ihrem Weg zur Schule diese Verbindung mit dem Rad nutzen zu können. "Wir sehen eine Erlaubnis im genannten Zeitraum als eine vernünftige Lösung an."

Er verwies auf die Gegebenheiten. "In der Unteren Hauptstraße sind viele ältere Menschen und Familien mit Kindern unterwegs und aufgrund der fehlenden Markierungsstreifen ist aus unsrer Sicht nicht angebracht, hier durchgehend eine Erlaubnis zu erteilen."

Auch den Vergleich mit anderen Städten, von Lachenauer vorgetragen, ließ er nicht gelten. "Es herrschen nicht überall die gleichen Voraussetzungen, man muss dies individuell betrachten", ergänzte Ziehensack. Für das Zeitfenster habe sich seine Fraktion auch deshalb entschieden, da den Radfahrern nur schwer zu vermitteln sei, dass der Lieferverkehr "freie Fahrt" habe, sie aber nicht.




Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса