Während sich Italiens Regierungschef Giuseppe Conte selbst feiert und nach dem Asyl-Kompromiss beim EU-Gipfel davon spricht, dass Italien nun „nicht länger alleine“ gelassen werde, gibt sich sein Innenminister Matteo Salvini äußerst skeptisch. „Ich traue den Worten nicht, jetzt warten wir auf konkrete Taten“, kommentierte der Chef der rechtspopulistischen Lega am Freitag die Ergebnisse der nächtlichen Einigung in Brüssel. Ex-Premier Silvio Berlusconi wiederum warnte davor, sich mit den Visegrad-Staaten zu verbünden, die gemeinsam mit Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Bulgarien auf einen stärkeren Außengrenzschutz gepocht hatten. „Sie haben nicht den Schutz der EU-Außengrenzen, sondern ihrer nationalen Grenzen als Ziel“, meinte Berlusconi.