Walldorf: "Dicke Luft" in der Sporthalle
Walldorf. (rö) Für die Stadtverwaltung war die Sache klar: Nutzer der Sporthalle in der Sozialen Mitte hatten sich "über stickige Luft beschwert", wie Stadtbaumeister Andreas Tisch ausführte. Auf Antrag der SPD-Fraktion vom April 2017 wurde in der Halle im März 2018 ein sogenanntes CO2-Monitoring durchgeführt. Demnach, so Tisch, ist die CO2-Konzentration in Ordnung, es herrsche eine "zufriedenstellende Raumluftqualität" in der im Jahr 2014 in Betrieb genommenen Halle. Zwar bedeute das nicht, "dass sich jeder zu jeder Jahreszeit wohlfühlen muss", aber "ersticken tut keiner". Erhöhte Temperaturen habe man im Sommer auch in anderen Hallen, "Nachregelungsbedarf" gebe es lediglich bei den Jalousien sowie beim Öffnen der Oberlichter und Dachfenster zum Durchlüften, erklärte Tisch.
Das stellte allerdings nicht nur die anwesenden, in der Halle Sport treibenden Bürger nicht zufrieden, das Grummeln in ihren Reihen war deutlich vernehmbar. Auch aus dem Gemeinderat kam eine Reihe kritischer Anmerkungen. Für Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD) müssen nicht nur weiter Messungen durchgeführt werden, es müsse auch "in irgendeiner Form eine zusätzliche Lüftung" kommen. Dr. Gerhard Baldes (CDU) monierte, dass die Messung im März durchgeführt worden war. "Die Hitze ist ja das Problem, wenn es wärmer wird, ist die Halle unnutzbar." "Das Raumklima ist schrecklich in dieser Halle, wie in der Sauna", kritisierte Wilfried Weisbrod (Grüne) aus eigener Erfahrung. "Die Halle muss intensiver durchlüftet werden", forderte Günter Lukey (FDP).
Bürgermeisterin Christiane Staab sprach mit Blick auf immer heißere Sommer von einer "ganz schwierigen Situation". "Wir nehmen viel mit und werden das aufbereiten", versprach die Bürgermeisterin.
