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Июнь
2018

Neckarsteinach: Kein Zweifel mehr, dass hier Hessen ist

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Von Christoph Moll

Neckarsteinach. "Das ist eine Schweinerei! Wir sollten uns überlegen, ob wir uns nicht Baden-Württemberg anschließen können, dort geht man besser mit den Kommunen um!" Mit dieser Aussage ließ Herold Pfeifer im November 2014 aufhorchen. Wegen der desolaten Finanzsituation der südhessischen Stadt liebäugelte der Neckarsteinacher Bürgermeister mit einem Wechsel des Bundeslandes - und sorgte damit für großes Aufsehen. Und indirekt dafür, dass die Vierburgenstadt nun wieder für alle sichtbar in Hessen liegt. Bis vor Kurzem hatte darauf nämlich nichts hingewiesen. Nun, vier Jahre nach der Idee zum Länderwechsel, macht ein Schild an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg klar: Neckarsteinach gehört zu Hessen!

Es ist nicht das erste Schild an dieser Stelle. Bis vor einigen Jahren wurden die Autofahrer an der B 37 zwischen dem badischen Neckargemünd und dem hessischen Neckarsteinach in Hessen begrüßt. Seit einigen Jahren steht an der anderen Fahrbahnseite nur noch ein Schild, das auf den Beginn des Bundeslandes Baden-Württemberg hinweist. Die hessischen Schilder wurden landesweit abmontiert, wusste Bürgermeister Herold Pfeifer: "Ich habe mir schon die Finger wund telefoniert, weil ich wieder solch ein Schild wollte."

Nun bekam er es. Zur "Enthüllung" kam sogar Axel Wintermeyer (CDU) aus Wiesbaden. Der Chef der hessischen Staatskanzlei war es, der Herold Pfeifer vor vier Jahren "zurückgepfiffen" hatte. "Wir sehen keinen Grund, einen solchen Länderwechsel zu unterstützen", erklärte er damals freundlich, aber bestimmt. Die kritischen Töne sind längst verstummt, die Finanzsituation Neckarsteinachs hat sich entspannt und nach mehreren Treffen haben Pfeifer und Wintermeyer ein fast schon freundschaftliches Verhältnis.

Entsprechend herzlich begrüßte Pfeifer den Gast aus der Landeshauptstadt "in Hessens sonnigem Süden" und führte ihn durch die historische Altstadt und an den Neckarlauer. Wintermeyer, der zum dritten Mal hier war, sprach von einer "wunderbaren Stadt, die immer eine Reise wert" sei. "Neckarsteinach hat keine Gelddruckmaschine, hier muss man jeden Euro zweimal umdrehen", wusste der Staatsminister und stellte 840.000 Euro aus dem hessischen Investitionsfonds in Aussicht.

Bei seinem Aufenthalt im vergangenen Jahr habe er festgestellt, so Wintermeyer, dass an den Straßen nichts auf das Bundesland hinweist: "Viele Menschen wissen gar nicht, wo Hessen anfängt und aufhört." Das soll sich nun mit den zwei Schildern ändern - das zweite Schild wurde im weiteren Verlauf der B 37 zwischen Hirschhorn und Eberbach aufgestellt, weshalb auch Hirschhorns Bürgermeister Oliver Berthold anwesend war. Doch es kam mit der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz, den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Birgit Heitland und Peter Stephan, der Stadtverordnetenvorsteherin Eva Schückler, dem Ersten Stadtrat Wolfgang Sponer und der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Gabriele Rauxloh noch mehr lokale und regionale Politprominenz.

Gemeinsam enthüllten Wintermeyer und Pfeifer das neue Schild zwischen Neckarsteinach und Neckargemünd, was der Staatsminister als "wunderbares Signal" wertete. Die Schilder wurden übrigens aus Landesmitteln bezahlt und sind eine Ausnahme, wie Wintermeyer auf RNZ-Nachfrage erklärte. Es sind nämlich die einzigen in Hessen. Auf der Vorderseite steht übrigens "Willkommen in Hessen" und auf der Rückseite "Auf Wiedersehen". Ein offizielles Foto gab es natürlich nur von der Vorderseite. Vor vier Jahren hätte sich manch einer wohl noch auf die andere Seite gestellt ...




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