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Август
2018

Heidelberg: Streit bei Lamy eskaliert - Tarifvertrag gekündigt

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Von Daniel Bernock

Heidelberg. Der Konflikt zwischen Lamy und der IG Metall scheint nun endgültig zu eskalieren. Wie der Schreibgerätehersteller am Dienstag mitteilte, will das Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft beenden. "Die C. Josef Lamy GmbH wird die bestehende Tarifvereinbarung mit der IG Metall Heidelberg zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen und von einer weiteren Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft absehen", schreibt die Firma in einer Mitteilung. Als Grund nennt Lamy "die über Monate geführte aggressive Kampagne" der IG Metall gegen das Unternehmen. Die Entscheidung sei der Geschäftsführung schwergefallen, sei jedoch "alternativlos".

Die IG Metall kritisierte den Schritt: "Jahrzehntelang gab es eine gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung von Lamy", sagte Michael Seis, Geschäftsführer der IG Metall Heidelberg. Mit dem Wechsel an der Lamy-Spitze Anfang Juni habe sich das schlagartig geändert. Seis warnte zugleich, dass mit der Aufkündigung der Tarifverträge ein Schutz für die Arbeitnehmer verloren gehe. Zwar laufe der Tarifvertrag auch nach der Aufkündigung erst einmal weiter. Theoretisch sei es dann jedoch möglich, dass Beschäftigte durch neue Verträge schlechter gestellt werden als bisher, so Seis. Der Manteltarifvertrag habe den Beschäftigten nach unten abgesichert - in Zukunft fehle diese Absicherung. Laut IG Metall hat Lamy den Manteltarifvertrag zum 30. November 2018 gekündigt. Die Tarifverträge zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld seien zu Ende September aufgekündigt.

Nach Angaben eines Lamy-Sprechers soll sich für die Mitarbeiter vorerst nichts ändern. Den Beschäftigten sei bei einer Mitarbeiterversammlung zugesichert worden, dass es keinerlei Einschnitte für sie geben werde. Zudem habe sich die Geschäftsführung bei den Mitarbeitern für die Unterstützung bedankt.

Der Entscheidung geht ein wochenlanger Streit zwischen Lamy und der IG Metall voraus. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, die Betriebsratswahl massiv beeinflusst zu haben, Lamy streitet dies ab. Zudem kritisiert die IG Metall die Kündigung des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden scharf. Lamy hingegen spricht von „wichtigen Gründen“, die zu der Kündigung geführt hätten. Am Freitag beschäftigt sich ein Gericht mit der Kündigung des Betriebsrats, im September wird juristisch geprüft, ob bei der Betriebsratswahl alles mit rechten Dingen zuging.

Vergangene Woche hatten zahlreiche Lamy-Beschäftigte einen offenen Brief an die IG Metall geschrieben und sich darin zur Geschäftsführung bekannt. Von der IG Metall hatte es geheißen, Mitarbeiter seien unter Druck gesetzt worden, den Brief zu unterschreiben.

Die Fronten verhärten sich nun weiter: In der Mitteilung von Dienstag bezeichnet Lamy die Vorgehensweise der Gewerkschaft mehrfach als "Kampagne", die auf "falschen Aussagen und Behauptungen" beruhe.

Widersprüchliche Aussagen gab es am Dienstag auch zur Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder bei Lamy. Nach Angaben des Unternehmens habe es eine "zunehmende Verwerfung" zwischen Gewerkschaft und den Mitarbeitern gegeben. Die Folge seien zahlreiche Austritte. Die IG Metall widerspricht dem: "Mir ist kein einziger aktueller Austritt bekannt", sagte Seis. Aktuell gebe es bei Lamy drei Mitglieder weniger als im Vorjahr - und das seien alles Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen hätten. Der Organisationsgrad bei Lamy sei sehr hoch, einer der höchsten in der Region.




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