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Ноябрь
2018

Tiroler Tageszeitung, Ausgabe vom 21. November 2018; Kommentar von Karin Leitner: "Hin-, nicht wegschauen"

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Ein Mann ist in der ZiB 2 zu Gast. Der Interviewer konfrontiert ihn damit, dass ob der Zusammenkunft des US-Investors und Holocaust-Überlebenden George Soros mit dem heimischen Kanzler „eine antisemitische Grundstimmung“ im Internet „an die Oberfläche“ gekommen sei. Sein Gegenüber äußert sich so dazu: Das müsse man „nicht alles zur Kenntnis nehmen. Das hat man zu ignorieren, weil es zu ignorieren ist.“ Etliche, die das vernehmen, meinen, sich verhört zu haben. Das haben sie nicht. Ein Regierungsmitglied hat das gesagt. Der Bildungsminister, der auch Herr über Pädagogen ist, die ihren Schülern die Nazi-Gräuel vermitteln, damit sie aus der Zeitgeschichte lernen. Der Bildungsminister, der bei Gedenkveranstaltungen spricht. Niemand sollte Heinz Faßmann unterstellen, unselige Gesinnung auch nur in Nuancen gutzuheißen. Das tut er nicht. Er sollte aber nicht beklagen, dass sein Befund viele Menschen empört. Noch dazu, da er bei diesem bleibt: Je mehr man sich mit derlei Postern befasse, desto mehr Öffentlichkeit gebe man ihnen. Hat der Minister vergessen, dass er und seine Kollegen einen Gipfel gegen und wegen „Hass im Netz“ veranstaltet haben, weil dieser immer heftiger wird? Dass Sebastian Kurz beim Staatsakt „100 Jahre Republik“ mit Rückblick auf die Zwischenkriegsjahre befunden hat „Auf die Gewalt der Worte folgte die Gewalt der Taten“? Schon beim Anflug von Rassismus und Antisemitismus gilt es hin-, nicht wegzuschauen. Mit Ignoranz zu strafen, mag mitunter richtig sein, in diesen Fällen ist es falsch.



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