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Ноябрь
2018

Rhein-Neckar Löwen: Rückschlag in der Champions League (Update)

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Von Tillmann Bauer

Mannheim. Als Nikolaj Jacobsen gut eine Stunde vor Spielbeginn an der Tribüne der SAP Arena lehnte, huschte ihm ein kurzes Lächeln über die Lippen. Der Chefcoach der Rhein-Neckar Löwen war gerade dabei, seine Schützlinge beim lockeren Aufwärm-Kick zu beobachten. Bevor er mit einem beherzten Pfiff seine Mannschaft in die Kabine bat, um sie auf die anstehende Champions-League-Partie einzustimmen, wartete er einen kurzen Moment. Er hatte Spaß am Zuschauen. Dann nahm er die Finger zwischen die Lippen und verschwand mit einem Lächeln in den Katakomben. Was Jacobsen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: An diesem Abend sollte er nicht viel zu lachen haben.

Denn die zentrale Frage, die beantwortet werden sollte, war klar: Wie haben sich die Löwen von der Pleite in Flensburg erholt? Man wollte im Heimspiel überzeugen und wieder ein Erfolgserlebnis folgen lassen. Es klappte nicht. Die Löwen verlieren auch in der Königsklasse gegen den Topclub HC Veszprem mit 25:29 (13:14).

„Eigentlich muss ich zufrieden sein, weil wir viel besser als in Flensburg gespielt haben“, sagte Jacobsen, „aber wenn der Torhüter so viele Bälle hält, dann wird es schwer zu gewinnen.“ Denn die erste Halbzeit gegen die Ungarn erinnerte stark an das, was die Löwen im zweiten Durchgang in Norddeutschland auf die Platte brachten. Diesmal waren es nicht unbedingt Veszprems Rückraum-Asse Petar Nenadic, Laszlo Nagy oder Momir Ilic, die man nicht unter Kontrolle bekam. Die Niederlage musste man sich vielmehr selbst ankreiden.

Denn noch in Flensburg war es Schlussmann Benjamin Buric, den man fast im Minutentakt abschoss – gegen Veszprem hieß dieser Torhüter eben Roland Mikler. Er hielt so gut wie alles, was ihm entgegen flog, er war der Garant für den Auswärtserfolg der Ungarn. Sein Weltklasse-Kollege Arpad Sterbik, der sonst die Gegner zum Verzweifeln bringt, konnte sich die Torwart-Gala in aller Ruhe von der Bank aus anschauen. „Die Chancenverwertung war unser Hauptmanko“, sagte Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter, „die Dinger müssen einfach rein.“ Denn die Ausbeute der Löwen war – wieder einmal – katastrophal, selbst Gudjon Valur Sigurdsson, der sonst so treffsichere Linksaußen, scheiterte reihenweise freistehend und wurde folgerichtig bereits fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff von Jerry Tollbring ersetzt.

Weil auch Andreas Palicka, der das Tor für die Löwen hüten durfte, einen guten Tag erwischte, war man mit einem 13:14-Rückstand zur Halbzeit noch gut bedient. „Wir standen diesmal auch in der Abwehr gut, haben aber vorne zu viel verworfen“, äußerte sich Jannik Kohlbacher. Der genannte Grund für die bittere Pleite, er wiederholte sich immer wieder.

Der Königsklasse würdig war diese Leistung nicht, dafür passte es diesmal stimmungstechnisch. Das lag auch daran, dass viele ungarische Handballfans den Weg nach Baden gefunden haben und mit Trommeln ihr Team lautstark unterstützten. Aus diesem stach einzig Weltmeister Kentin Mahé heraus, der es schaffte, auf der Mittelposition dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.

Das wird auch Bundestrainer Christian Prokop bei seinem Gastbesuch in Mannheim registriert haben. Von seinen drei Löwen-Nationalspielern konnte er nur einen beurteilen: Kohlbacher zeigte eine ordentliche Partie, Steffen Fäth saß 60 Minuten auf der Bank und auch Patrick Groetzki (Bauchmuskelzerrung) konnte nicht eingreifen. Er wird wohl ebenfalls am Sonntag gegen Minden fehlen. Vielleicht gibt es dann ja für ihn und seine Kollegen wieder etwas zu lachen.

Löwen: Appelgren, Palicka - Lipovina, Schmid 1, Sigurdsson 1, Radivojevic 3, Tollbring 5, Abutovic, Mensah Larsen 6, Fäth, Taleski 1, Guardiola 1, Petersson 1, Nielsen 1, Ganz, Kohlbacher 5.

Veszprem: Sterbik, Mikler - Manaskov 1, Ilic, Tönnesen 4, Gajic 2, Nilsson 3, Nagy 2, Marguc 1, Strlek 2, Terzic, Blagotinsek 1, Nenadic 4, Mahé 7/3, Mackovsek 2, Lekai.; Zuschauer: 3552.

Update: 21. November 2018, 21.51 Uhr




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