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Декабрь
2018

Weihnachtshochwasser in Heidelberg: Vor genau 25 Jahren hieß es "Land unter"

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Von Micha Hörnle

Heidelberg. Viele Heidelberger erinnern sich noch an das historische Weihnachtshochwasser vor genau 25 Jahren. Und Ironie der Geschichte: Pünktlich zum "Silberjubiläum" steigt der Neckarpegel wieder deutlich an. Allerdings ist das Ausmaß ganz anders als anno 1993. Damals wurde am 22. Dezember eine Höchstmarke von 6,61 Meter erreicht (nach damaliger Berechnung: 9,81 Meter).

In den nächsten Tagen bis zum Heiligabend wird es nun weit weniger dramatisch: Die Experten der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg rechnen damit, dass wohl in der Nacht vom 24. auf den 25. bei etwa 3,25 Meter der Scheitelpunkt erreicht wird. Im schlimmsten Fall ist auch ein Stand von knapp vier Metern möglich. Ab 3,55 Meter wird die B 37 unter der Alten Brücke überflutet: Sicherheitshalber bat die Stadt darum, dort geparkte Autos zu entfernen, sonst würden sie abgeschleppt, wenn eine Überflutung drohen würde.

Manfred Bremicke von der Hochwasservorhersagezentrale wollte sich am reitag nicht darauf festlegen, wie stark das diesjährige Weihnachtshochwasser ausfallen wird: "Wir haben verschiedene Wetterprognosen, aber generell gehen wir von einem kleinen Hochwasser für Heidelberg aus."

Anders sähe es im Südschwarzwald aus, wo es zu Überschwemmungen kommen könnte. Ursache sind die ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen, "das schlägt nun langsam auf die Flüsse durch". Zwar seien die tieferen Bodenschichten immer noch recht trocken, aber so langsam sei die Oberfläche mit Wasser gesättigt.

Anders 1993: Da war bereits der Sommer sehr nass, dann gab es Mitte Dezember Schnee, kurz darauf setzte bei 15 Grad heftiges Tauwetter ein - kombiniert mit "sintflutartigen Regenfällen", wie es in der RNZ vom 22. Dezember 1993 hieß. Bereits am 20. Dezember 1993 war an der Alten Brücke "Land unter", doch das war nicht das Ende: Am nächsten Tag war Ziegelhausen vom Rest Heidelbergs abgeschnitten und nur über Wilhelmsfeld zu erreichen, weil auch die Landstraße stellenweise überflutet war.

In der Altstadt spitzte sich die Situation zu: Die Parallelstraßen der Unteren Straße Richtung Neckar waren unter Wasser - es machte keinen Sinn, hier noch die Hochwasserstege aufzubauen, die dann in die Untere Straße kamen. Näher am Neckar kann man oft nur mit dem Boot voran; die Feuerwehr organisierte in der Oberen Neckarstraße einen Zubringerdienst für die Bewohner. Weil der Innenstadtverkehr zusammenbrach, wurden die Sandsäcke knapp - die Laster standen im Stau.

Unterdessen stieg der Neckar immer weiter an, immer lauter wurden die Stimmen, die Feuerwehr sei mit der Situation überfordert, Katastrophenalarm wurde immer noch nicht ausgelöst. Erst am 22. Dezember 1993 forderte die Stadt die Hilfe des Technischen Hilfswerkes an. Später halfen sogar US-Soldaten beim Füllen der Sandsäcke, die Bundeswehr rückte an, um die Keller auszupumpen.

Oft war das vergeblich, weil das Wasser aus dem Erdreich immer wieder nachlief. Etliche Öltanks schlugen leck, der Schaden ging in die Millionen. Noch am Heiligabend fuhr die Müllabfuhr Sonderschichten, um die Unmengen an Sperrmüll abzuholen - denn so schnell, wie das Hochwasser gekommen war, war es wieder weg: Bereits am 23. Dezember war der Neckarpegel nur einen Meter höher als sonst, einen Tag vorher waren es noch mehr als vier Meter.




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