Rathaus-Neubau Lobbach: Unten eine Bank, oben Solartechnik
Lobbach. (agdo). Auch wenn man noch nicht viel mehr sieht als ein großes Loch, geht es mit den Planungen zum Neubau des Rathauses im Ortsteil Waldwimmersbach voran. Lobbachs neuer Verwaltungssitz soll rund 2,8 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde rechnet mit einem Zuschuss von etwa einer Million Euro aus dem Landessanierungsprogramm.
Bürgermeister Edgar Knecht warf in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen Blick auf das Projekt, das - sollte alles planmäßig verlaufen - Ende 2020 fertig sein soll. Zwei Gebäude müssen noch abgerissen werden. Der Spatenstich ist für November 2019 anvisiert. In das Gebäude soll laut Knecht eine Filiale der Volksbank Neckartal einziehen. Bei den Planungen sei man auf die Wünsche der Bank eingegangen, so Knecht.
2014 hat die Stadtentwicklungsgesellschaft Steg laut Knecht eine Kostenaufstellung für die Sanierung des alten Rathauses und einen Neubau abgegeben. Dabei habe man entschieden, dass sich ein Neubau mehr rentiere. Ein Jahr später fand ein Architektenwettbewerb statt, beim dem fünf Büros ihre Entwürfe für das neue Rathaus präsentierten. Die Entwürfe wurden den Lobbachern in einer Einwohnerversammlung 2016 präsentiert. Das Rennen machte letztlich Zapf-Gewerbebau aus Sinsheim. Das Gebäude soll laut Knecht an der Vorderseite von der Hauptstraße aus gesehen dreistöckig sein, in der Hinteransicht sollen vier Stockwerke erkennbar sein. Auch Räume für ein Geschäft sind angedacht.
Im Untergeschoss sind Archiv und verschiedene Lager vorgesehen. Im Erdgeschoss seien die Filiale der Volksbank und ein Besprechungszimmer geplant, wie Knecht erklärte. In den oberen Stockwerken soll die Verwaltung einziehen, ganz oben ein Sitzungssaal entstehen. "Wir werden mit erneuerbaren Energien arbeiten", sagte Knecht. Geplant ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Einen Beschluss gab es nicht: Das Gremium nahm den Bauantrag zur Kenntnis, die Entscheidung trifft das Baurechtsamt des Landkreises.
