Mannheim: Turmbläser sorgen für eine Stunde Besinnlichkeit
Mannheim. (oka) Diesmal stand der Wind günstig: Laut und klar erklang die Musik hoch oben vom Turm der Konkordienkirche in R2. Nur ein Quadrat vom Marktplatz entfernt, wo sich die Menschen durch die Fußgängerzone drängelten, hatten sich mehrere Hundert Menschen versammelt und lauschten am frühen Samstagabend dem Blasquartett. "Macht hoch die Tür’, die Tor’ macht weit", "Es ist ein Ros’ entsprungen", oder "Hört der Engel helle Lieder". Fleißige Helfer der Konkordien-Gemeinde verteilten Liedblätter, die gern angenommen wurden.
In einer Hand das Liedblatt, in der anderen eine Tasse mit heißem Glühwein, den weitere Helfer im Vorraum des Seiteneingangs ausschenkten, sangen die Menschen am Boden zu den Klängen von oben. Seit zehn Jahren spielen die Turmbläser an einem Adventssamstag Weihnachtsweisen. Das kleine Turmkonzert bot einen Gegenpol zum Konsumrausch, der nicht weit entfernt auf den Planken und in der Breiten Straße zelebriert wurde.
Für einige Menschen war es eine willkommene Pause im Weihnachtseinkauf-Marathon, doch vor allem waren es Anwohner und Gemeindemitglieder, die sich versammelt hatten, gemeinsam um in die weihnachtlichen Tage zu starten.
Dass die Tradition der Turmbläser aus früheren Jahrzehnten wieder aufgenommen werden konnte, ist Manfred Schäfer zu verdanken. Er finanziert das Blasquartett, das aus Orchestermusikern des Nationaltheaters besteht. Diesmal waren es Falk Zimmermann (Trompete), Martin Hommel (Trompete), Johanna Pschorr (Posaune) und Thomas Busch (Posaune).
