Wenn die ganze Stadt klingt: So seid Ihr bei "Heidelberg singt" 2019 dabei
Von Anica Edinger
Heidelberg. Sie soll noch größer, noch besser und noch schöner werden: die dritte Auflage von "Heidelberg singt", dem Mitmachprojekt des Musikfestivals "Heidelberger Frühling". Nach einer Pause im letzten wird das Projekt in diesem Jahr wieder neu aufgelegt. Und so soll am Samstag, 30. März, von 10 bis 16 Uhr wieder die ganze Stadt zum Klingen gebracht werden.
Thorsten Schmidt, Intendant des "Heidelberger Frühling", freut sich schon jetzt darauf: "Das Sympathische an ,Heidelberg singt‘ ist, dass alle mitmachen können", sagt er. Und deshalb gilt auch dieses Mal wieder: Ob im Wohn- oder im Esszimmer, auf Terrassen, Balkonen, in Gärten, Bars, Cafés, Kirchen, Gemeindesälen, Plätzen, Innenhöfen oder auch Garagen: Wo immer gesungen werden kann, darf auch gesungen werden.
Anmelden kann man sich ab sofort bis zum 16. März hier. Neu dieses Mal: ein Song-Contest. "Daran bin ich schuldlos", lacht Schmidt. Die Idee zu dem Wettbewerb sei von der jüngeren "Frühling"-Generation gekommen. Die Aufgabe: Einen Song, ein Lied, ein Gedicht oder auch einen Poetry Slam zum Leitgedanken des Festivals 2019 "Wie wollen wir leben?" schreiben und per Video einreichen. Der Sieger wird über ein öffentliches Online-Voting gekürt - ihm winkt ein Auftritt beim "Heidelberger Frühling" 2020.
Ein Risiko für das Festival? Keineswegs, findet Intendant Schmidt. Vielmehr bestünde die Aufgabe des "Frühling" im Nachhinein darin, mit dem Sieger ein gemeinsames Format für die Bühne zu entwickeln - und so vielleicht auch neue Talente zu entdecken. Und dennoch: "Natürlich ist das eine Herausforderung für uns", meint der Intendant. Doch davor sei man ja noch nie zurückgeschreckt.
Auch vor drei Jahren, bei der ersten Ausgabe von "Heidelberg singt", habe man nicht genau gewusst, worauf man sich einlasse. Doch das Format wurde angenommen. "Man erlebt dort Sachen, die man sonst nicht erlebt", findet Thorsten Schmidt. Er selbst habe sich bei "Heidelberg singt" stets gerne durch die Stadt treiben lassen - und die Vielfalt des Angebots genossen. Ein solches Angebot verbinde die Heidelberger über die Musik. "Es kommen Gespräche zustande, man rückt zusammen", sagt Schmidt.
Doch mit "Heidelberg singt" soll für den Intendanten noch ein ganz anderes Ziel verfolgt werden: "Wir wollen den Menschen bewusst machen, dass Heidelberg Liedstadt ist." Das sei bislang viel zu wenig gelebt worden, findet der Intendant.
Obwohl die Stadt nicht nur Geburtsort des Codex Manesse - der umfangreichsten und berühmtesten deutschen Liederhandschrift des Mittelalters - ist, sondern auch Hochburg des deutschen HipHop oder auch Inspiration für Liedschaffende wie Robert Schumann oder Johannes Brahms. Auch durch "Heidelberg singt" soll das in das Bewusstsein der Bürger gerückt werden. Vor allem aber soll das Event auch eines bringen: Spaß für die ganze Stadtgesellschaft.
Info: Wer mitsingen oder Gastgeber werden will, meldet sich bis zum 16. März hier an. Bewerbungsschluss für den Song Contest ist der 16. Februar.
