MAZ: Adler wollen Topteams Paroli bieten
Handball: Die Adler starten am Freitag in die 3. Handball-Liga Nord.
Das Warten hat ein Ende, die Lust ist spürbar groß: Am Freitagabend (19 Uhr, MBS-Arena) startet der 1. VfL Potsdam mit einem Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim in die neue Saison in der 3. Handball-Liga Nord. Satte acht Wochen Vorbereitung haben die Schützlinge von Trainer Daniel Deutsch, der diese lange Anlaufzeit bewusst wählt, hinter sich. „Wir haben langsam angefangen, das Pensum anschließend stetig erhöht", verrät Deutsch, der mit dem aktuellen Stand hochzufrieden ist: "Alle haben gut mitgezogen und einen guten Eindruck hinterlassen."
Den Kader konnte der VfL größtmöglich zusammenhalten, mit dem zweitligaerfahrenen Kreisläufer Norman Flödl und dem schwedischen Rückraumspieler Gabriel Gegerfelt wurden zwei externe Spieler verpflichtet. Zudem sind die Youngster Jan Jochens (Torhüter) und Josip Simic (Rückraum links), der einen großen Teil der Vorbereitung wegen der U19-Weltmeisterschaft verpasste, fester Bestandteil des Drittliga-Teams. „Viele Dinge waren bereits automatisiert, einige andere haben wir vorangetrieben“, erklärt Deutsch.
Jemanden hervorheben will der Chefcoach nach den zwei intensiven Monaten nicht, nach langer Überlegung fallen ihm aber doch drei Namen ein: „Wie Caspar Jacques physisch und handballerisch drauf ist, macht uns glücklich. Levi Schwark hat in der Vorbereitung viel Spielzeit gehabt, ist vielseitig einsetzbar und wird uns dank seiner Flexibilität viel Freude bereiten. Und Jan Jochens ist im Tor sehr stabil, wobei man nicht vergessen darf, dass der Junge sein erstes Männerjahr bestreitet.“
Trotz guter Resultate und hoffnungsvoller Auftritte weiß Daniel Deutsch, dass es nun ernst wird: „Die Ergebnisse der Vorbereitung sind nichts wert. Es ist nicht einfach, ein konkretes Saisonziel zu äußern.“ Vorjahresmeister Empor Rostock, Zweitliga-Absteiger Dessau, der ambitionierte Oranienburger HC und Auftaktgegner Hildesheim sind nur ein paar Teams, die der 37-Jährige ganz vorne sieht. „Wir wollen uns auch dort einsortieren, mit einem Erfolgserlebnis in die Saison kommen und der Konkurrenz zeigen, dass es schwer ist, gegen uns zu gewinnen“, betont Deutsch.
Bis vor wenigen Tagen sah der Trainer auch keine Baustellen, nach der ersten Runde im DHB-Pokal – die Potsdamer verloren gegen Zweitligist TUSEM Essen mit 21:34 – bereitet ihm eine Personalie aber Kopfzerbrechen. „Joe Boede fällt mit einem Bänderriss in jedem Fall aus. Zudem kehrte Yannik Münchberger mit Knieschmerzen zurück. Bis Freitag wird es eng.“
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Böttcher, Marius (2019) (https://www.sportbuzzer.de/artikel/der-vfl-potsdam-will-den-topteams-paroli-bieten/) [21.08.2019]
