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Апрель
2021

Adler Mannheim gegen Grizzlys Wolfsburg: Das erste Halbfinale geht an die Adler

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Die Adler Mannheim sind in der "Best-of-Three" im Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft mit einem 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)-Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg in Führung gegangen. Bereits am Mittwoch kann die Mannschaft von Pavel Gross in der Arena am Allerpark in der VW-Stadt ab 18.30 Uhr den Finaleinzug perfekt machen. Dann werden sich vermutlich auch die Gemüter auf beiden Seiten beruhigen, nachdem es am Montagabend zwischen beiden Spielerbänken zum Teil verbal hoch herging.

Als 45 Minuten vor Spielbeginn die Mannschaftsaufstellung auslagen, war es Gewissheit: Mit Tommi Huhtala fehlte neben David Wolf ein weiterer kampfstarker Stürmer der Mannheimer. Der Finne zog sich am Samstag eine Unterkörperverletzung zu, über die Schwere der Blessur und die Ausfalldauer machte der Klub wie in den Playoffs üblich keine Angaben. Für den Finnen rückte der zuletzt selten berücksichtigte Felix Schütz in die vierte Reihe.

"Das wird eine ähnliche Defensivschlacht wie vor fünf Wochen", war sich Adler-Coach Pavel Gross vor dem ersten Bully sicher. Damals fielen in zwei Partien gerade mal vier Tore. Auch am Montagabend war der Auftakt nicht vergnügungssteuerpflichtig. Unerlaubte Weitschüsse, abseits, verbissene Zweikämpfe auf engstem Raum – bis zur 14. Minute: Ex-Adler Möser für die Grizzlys bereits auf der Strafbank, Melchiori gesellte sich nach einem Check gegen den Kopf von Shinnimin dazu.

Die doppelte Überzahl nutzte Andrew Desjardins, der den Schuss von Eisenschmid abfälschte, zur Führung. Begleitet von Zoff zwischen den Mannschaftsbänken, weil Gross zu Recht eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Melchiori forderte, was die Gäste-Bank lautstark herausforderte.

Die Aktion könnte ein Thema für Serienmanager Didi Hegen werden, dessen Aufgabe es ist, bei Unstimmigkeiten zwischen den beteiligten Klubs und den Schiedsrichtern zu vermitteln. Shinnimin kam zum Glück nach der Pause zurück, ein vierter Ausfall wäre auch beim großen Kader der Adler an die Substanz gegangen.

Dann erwiesen sich die Gäste als Minimalisten, weil sie die erste Strafzeit der Adler humorlos nur 17 Sekunden nachdem Akdag auf der "Sünderbank" Platz genommen hatte durch Machacek zum Ausgleich nutzten.

Auch wenn die Blau-Weiß-Roten fortan den Ton angaben und durch Ben Smith (36./Überzahl) das 2:1 erzielten, blieben die Grizzlys mit ihren "Stretch"-Pässen auf einen lauernden Angreifer gefährlich. Aus solchen Situationen trafen Fauser (38.) und Jormakka (40.) Latte und Pfosten. So bescheiden der Unterhaltungswert in diesem Abnutzungskampf war, so emotional folgten die Reaktionen von Wolfsburgs Trainer Pat Cortina, der wenige Sekunden vor der zweiten Pause mit hochrotem Kopf und nicht zitierfähigen Rufen eine Strafzeit forderte.

Erst in den letzten Minuten entwickelte sich eine offene Auseinandersetzung, als die Grizzlys nach dem Rückstand mehr riskierten, was Räume für die spielerisch bessere Heimmannschaft schaffte. Noch einmal rettete Endras gegen Fauser (50.), im Gegenzug probierte es Plachta mit einem Direktschuss, ehe Felix Schütz (54.) für die Vorentscheidung sorgte. Die späte Risikobereitschaft der Gäste beim Spiel ohne Torhüter beantwortete Ben Smith (59.) postwendend zum 4:1-Endstand.

Adler Mannheim - Grizzlys Wolfsburg 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Tore: 1:0 Desjardins (14.), 1:1 Machacek (24.), 2:1 Smith (36.), 3:1 Schütz (54.), 4:1 Smith (59.)

Schiedsrichter: Rantala (Finnland), Schukies (Herne)

Strafminuten: 6/10

Zuschauer: keine

Update: Montag, 26. April 2021, 23.55 Uhr




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