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Октябрь
2022

Rund 80.000 Menschen demonstrieren für Solidarität mit Protestierenden im Iran

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In Berlin haben zehntausende Menschen am Samstag für Solidarität mit der Protestbewegung im Iran demonstriert. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, beteiligten sich bis zum späten Nachmittag rund 80.000 Menschen an der Kundgebung. Ein Frauenkollektiv hatte die Großkundgebung angemeldet. Auch in Washington und Tokio gingen die Menschen am Samstag als Zeichen der Solidarität auf die Straße.

"Heute demonstrieren Tausende in Berlin ihre Solidarität mit den mutigen Frauen und Protestierenden im Iran", schrieb Familienministerin Lisa Paus (Grüne) auf Twitter. "Wir stehen an Eurer Seite." 

Teilnehmer trugen bei der Kundgebung Plakate der Initiative "Women Life Freedom" ("Frauen Leben Freiheit"), die zu der Kundgebung aufgerufen hatte. Zu sehen waren auch viele kurdische Fahnen. 

Die Polizei hatte zunächst eine Teilnehmerzahl von 37.000 Menschen genannt. Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers wurde später die Zahl von 80.000 Menschen festgestellt. Dem Polizeisprecher zufolge verlief die Demonstration überwiegend störungsfrei. Nur vereinzelt sei Pyrotechnik gezündet worden.

Auch in der US-Hauptstadt Washington gingen tausende Menschen auf die Straße, um ihre Unterstützung für die Proteste im Iran zum Ausdruck zu bringen. Die Demonstranten liefen von der National Mall zum Weißen Haus und riefen "Frauen, Leben, Freiheit" und "Gerechtigkeit für den Iran".

Mehr als 10.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren an der Kundgebung. Die 28-jährige Mahshid war für die Demonstration eigens aus Boston angereist. "Wir wollen dieses tyrannische Regime nicht mehr, das uns unsere Menschenrechte und unsere Freiheit verbietet", sagte Mahshid, die den Iran vor drei Jahren für ihr Studium verlassen hatte.

Der Iran wird seit einem Monat von heftigen Protesten erschüttert. Ausgelöst wurden sie durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini. Die 22-Jährige war am 16. September in Teheran gestorben, nachdem sie von der Sittenpolizei wegen des Vorwurfs festgenommen wurde, ihr Kopftuch nicht den strengen Vorschriften entsprechend getragen zu haben.

Die Sicherheitsbehörden gehen vielfach mit Gewalt gegen die Proteste vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden seit Mitte September mehr als 120 Demonstranten getötet.




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