Kolumne | Wahlsieg für die FPÖ trotz Milo Rau: Hilft Theater etwa doch nicht?
Der größte Selbstwiderspruch, den das Theater am Wochenende der Europawahl erzeugen konnte, waren wohl die Wiener Prozesse des Polit-Regisseurs Milo Rau bei den parallel stattfindenden Wiener Festwochen. Dort saß im zweiten Teil dieses Gerichtsformats über zehn Stunden lang ausgerechnet die rechte FPÖ-Partei auf der Anklagebank, die dann zeitgleich, natürlich völlig unbeeindruckt von der aufklärerischen Geste der Kunst, stärkste Kraft bei den Europawahlen wurde.
Milo Rau verlas zu Beginn die Anklagepunkte, die er in dem performativen Gerichtsverfahren geklärt wissen wollte: „Erstens: Ist die FPÖ, die in den 50er Jahren von ehemaligen SS-Männern und enttäuschten nationalsozialistischen Bürokraten gegründet wurde
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