Heinrich VI. und der dramatische "Erfurter Latrinensturz"
Doch dann brechen Balken und der Holzboden im oberen Stockwerk stürzt unter der Last der Menge nach unten. Ritter in ihren Rüstungen, Tische und Stühle, Schränke, Balken, Bretter, alles stürzt in die gewaltige Jauchegrube, die sich unten im Gebäude befindet. Wie viele Männer genau in den Fäkalien versinken und sterben, ist nicht überliefert. Geschätzt kommen 50 bis 100 Menschen ums Leben. König Heinrich VI. gehört nicht zu den Opfern.
In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember:
- Was ein Fenstersims mit dem Überleben von Heinrich VI. zu tun hat,
- wie einige der herabgestürzten Männer dank des Abflusssystems dem Tod entrinnen,
- worauf die Statik beim Hausbau im Mittelalter beruht,
- wer der Vater von König Heinrich VI. ist,
- warum Heinrichs Rettung auch für das Reich ein Glücksfall ist.
Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
- Michael Kister (Historiker, Doktorand, München)
Weiterführender Link:
- Planet-Wissen: Die Staufer
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Heiner Wember
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Alexander Buske ]]>
