Bestechlichkeit, Geldwäsche: Ermittlungen gegen Maximilian Krah (AfD)
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah. Grund sind Geldflüsse aus China, die t-online aufgedeckt hat. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah. Die Behörde teilte t-online auf Anfrage mit, sie habe am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren "wegen der Tatvorwürfe der Bestechlichkeit als Mandatsträger im Europäischen Parlament und der Geldwäsche im Zusammenhang mit chinesischen Zahlungen" eingeleitet. Es gelte weiterhin die Unschuldsvermutung. Grund für die Ermittlungen sind offenbar Geldflüsse aus einem Firmengeflecht von Krahs wegen Spionage für China angeklagtem ehemaligen Assitstenten Jian G., das t-online aufdeckte und das Krah als Anwalt betreute. Das geht aus einer Stellungnahme von Krah hervor, die er im Kurzmitteilungsdienst "X" (früher Twitter) teilte. "Im Kern geht es darum, dass ich als Rechtsanwalt Rechnungen an Mandanten gestellt habe", schrieb Krah. Monatelange Recherchen von t-online hatten im Oktober 2023 Kontakte von G. und Krah zum chinesischen Geheimdienst, Lobbyarbeit für den chinesischen Staat und Zahlungen aus China in G.'s privates Umfeld über das Firmennetzwerk aufgedeckt. Krah hatte damals eingeräumt, dass er G.'s Unternehmen als Mandant betreut habe. Daraufhin leitete die Generalstaatsanwaltschaft Dresden Vorermittlungen ein und bezog dabei laut Informationen von t-online auch die Recherchen ein. Das Vorermittlungsverfahren gegen Krah im Zusammenhang mit angeblichen russischen Zahlungen sei weiterhin anhängig, teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit.