Israel unterstützt Milizen gegen Hamas im Gazastreifen – IS-Verbindung?
Die israelische Armee setzt ihren Militäreinsatz im Gazastreifen weiter fort. Jetzt wird bekannt, dass die Streifkräfte auch andere Gruppen unterstützen, um Hamas-Terroristen zu stoppen. Die israelische Regierung soll im Gazastreifen militante Gruppen im Kampf gegen die Hamas mit Waffen unterstützen. Laut israelischen Medienberichten genehmigte Ministerpräsident Netanjahu Lieferungen von Maschinengewehren an Gruppierungen, die sich im Gazastreifen gegen die Terrororganisation Hamas wehren. Laut eines Berichts des Radiosenders "Kan Bet" habe der Regierungschef den Lieferungen ohne Wissen seines Kabinetts zugestimmt. Laut einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz" handelt es sich um eine Gruppe, die aktuell in einem Gebiet im Gazastreifen aktiv ist, das eigentlich unter Kontrolle des israelischen Militärs steht. Angeführt wird die Gruppe von Yasser Abu Shabab und soll rund 100 Mann stark sein. In der Vergangenheit hatte Shabab unter anderem zugegeben, Hilfsgüter geplündert zu haben. Verbindungen zum IS? Über die Lieferungen soll zuvor in einem vertraulichen Ausschuss im israelischen Parlament gesprochen worden sein. Im Anschluss kritisierte der Oppositionspolitiker und ehemalige Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, die unterstützten Gruppen würden der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) nahestehen. "Letztendlich werden diese Waffen gegen uns eingesetzt werden", sagte Lieberman "Kan Bet". Laut dem Oppositionspolitiker sei die Lieferungen unter Beteiligung des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet erfolgt. Der Geheimdienst lehnte eine Stellungnahme zu dem Thema ab. Netanjahu bestritt die Lieferung dagegen nicht. "Israel arbeitet auf Empfehlung aller Sicherheitschefs auf verschiedene Weise daran, die Hamas zu besiegen", teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Auf den Vorwurf, dass die Milizen dem IS nahestünden, ging das Büro laut der Mitteilung nicht ein.