World Cup: Donchenko schlägt Blübaum. "Absolutely amazing."
Der World Cup wird immer spannender, aufregender, intensiver. Nächster Halt: Achtelfinale. Doch der Blick von GM Matthias Blübaum ging in Runde vier heute schon kurz nach 14 Uhr regelrecht immer wieder ins Leere. Er spürte, dass er längst keine Chance mehr hatte, nachdem er früh in die deutlich schlechtere Stellung schlitterte. „Eine hoffnungslose Situation.“ Das sagte irgendwann GM Jan Gustafsson, der Bundestrainer, der in Goa für die FIDE als Kommentator arbeitet, über den mit seinem vom Brett abschweifenden Blick irgendwann sehr uninspiriert wirkenden und die Hände vors Gesicht schlagenden Blübaum. Der hat zuletzt wirklich famos gespielt – heute wirkte er am Ende müde, überspielt. Natürlich traf das seine immer zahlreicher werdenden Fans mitten ins Herz, aber viele fanden auch rasch Trost: Es war schließlich ein deutsch-deutsches Duell. Ein DSB-Akteur ist also weiter. GM Alexander Donchenko warf mit seinem heutigen, von Anfang bis Ende überzeugenden Sieg den eigenen Teamkollegen aus dem Wettbewerb - und war damit, historisch betrachtet, der erste Deutsche, der das Achtelfinale eines World Cups erreicht hat. GM Vincent Keymer und GM Frederik Svane können nachziehen. Sie spielten in der zweiten Partie der vierten Runde beide Remis und müssen am Mittwoch in den Tiebreak.„Absolutely amazing“ fühle sich das alles an, sagte Donchenko in der Stunde seines Triumphes. Wirklich wundervoll, erstaunlich.
