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Ноябрь
2025

Nvidia glänzt: KI-Chips bescheren Rekordumsatz – Experten bleiben skeptisch

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Nvidias Zahlen übertreffen alles, was der Markt erwartet hat. Doch im Schatten der Euphorie lauern alte Sorgen. Dank einer ungebrochen hohen Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) hat Nvidia sein Wachstum erneut deutlich beschleunigt. Bereits zum 13. Mal in Folge übertraf das US-Unternehmen die Erwartungen der Finanzmärkte. Besonders bemerkenswert: Der Ausblick fällt trotz bereits hoher Erwartungen noch optimistischer aus, was Spekulationen über ein baldiges Ende des KI-Booms vorerst dämpft. Doch wie belastbar ist dieser Höhenflug wirklich – und übersehen Anleger womöglich bereits die ersten Risse im Fundament der KI-Euphorie? Rekordquartal mit Signalwirkung Im dritten Quartal stieg der Umsatz des US-Unternehmens um 62 Prozent auf 57 Milliarden US-Dollar . Der Nettogewinn kletterte auf 31,91 Milliarden Dollar. Für das laufende Schlussquartal des Geschäftsjahres 2025 stellt Nvidia Erlöse von rund 65 Milliarden Dollar in Aussicht – mit einer erwarteten operativen Gewinnmarge von 74,5 bis 75,5 Prozent. Konzernchef Jensen Huang zeigte sich überzeugt: "Die Verkaufszahlen für Blackwell-Chips sind unglaublich hoch", sagte er. Die spezialisierten Prozessoren für Rechenzentren seien ausverkauft. Der Bedarf an Rechenleistung steige "exponentiell". Zwar hatte Huang kürzlich vor möglichen Engpässen bei der Chip-Lieferung gewarnt, doch davon war in den aktuellen Zahlen nichts zu spüren. Die Börse reagierte prompt: Nachbörslich stieg der Kurs der Nvidia-Aktie zeitweise um 6,5 Prozent. Der Börsenwert des Unternehmens legte damit um mehr als 293 Milliarden Dollar zu – mehr als der gesamte Marktwert von Europas größtem Softwarekonzern SAP . Milliarden für Rechenzentren: Der Wettlauf der Tech-Giganten Getrieben wird der Chip-Boom vor allem von den großen US-Technologiekonzernen. Amazon Web Services (AWS), Meta , Google und Microsoft investieren jeweils zweistellige Milliardenbeträge in neue Rechenzentren, um der KI-Nachfrage gerecht zu werden. Denn ohne spezialisierte Hardware ist die Verarbeitung riesiger Datenmengen – etwa für Chatbots, Bildgeneratoren oder Sprachmodelle – nicht möglich. Doch Analyst Jacob Bourne von der Marktforschungsfirma eMarketer warnt: "Die Unternehmen müssen ihre Serverfarmen auch schnell genug in Betrieb nehmen können." Es sei fraglich, ob Bauland, Stromversorgung und Netzkapazitäten mit dem Tempo der Investitionen mithalten könnten. Der aktuelle Auftragsbestand für Nvidias neue Blackwell-Chips beläuft sich bereits auf 500 Milliarden US-Dollar. Einzelne Prozessoren kosten dabei Zehntausende Dollar. Rückenwind für Dax und europäische Tech-Werte Die starken Zahlen von Nvidia haben auch in Europa Spuren hinterlassen. Der deutsche Leitindex Dax erholte sich am Donnerstag um 1,2 Prozent auf 23.437 Punkte, nachdem er zuvor drei Tage in Folge Verluste verbucht hatte. "Nvidia gibt dem Markt die KI-Zuversicht zurück und nimmt damit einen Teil der Angst vor einer KI-Blase aus dem Markt", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Auch der europäische Technologiesektor legte deutlich zu. Der Tech-Index stieg um 2,1 Prozent. Aktien von ASML und BE Semiconductor gewannen rund drei Prozent, STMicro und Nordic Semiconductor sogar bis zu 4,4 Prozent. Analysten der HSBC sehen in den positiven Quartalszahlen ein Signal, das Vertrauen in das KI-Thema insgesamt zu stärken. Milliardenkarussell zwischen Nvidia, OpenAI und AMD Skepsis bleibt dennoch. Stirnrunzeln bewirkt bei Börsianern vor allem die zunehmende Verflechtung zwischen Investitionen und Chipbestellungen innerhalb der Branche. So beteiligt sich Nvidia mit 100 Milliarden Dollar an OpenAI , dem Entwickler von ChatGPT – der im Gegenzug Zugriff auf Nvidia-Prozessoren erhält. Parallel ordert OpenAI auch bei Konkurrent AMD Chips und erhält dafür eine Beteiligungsoption von bis zu zehn Prozent. "Was wie ein Geldkarussell aussieht, ist aus unserer Sicht eine Reihe strategischer Partnerschaften", sagte Analyst Yan Taw Boon vom Vermögensverwalter Neuberger Berman. Ziel sei es, die künftige Rechenleistung sicherzustellen – nicht etwa, eine schwächelnde Nachfrage zu verschleiern. KI-Blase in Sicht? Warnsignale nehmen zu Nvidia selbst sieht den Boom als ungebrochen. CEO Jensen Huang bekräftigte erneut den enormen Auftragsbestand und verwies auf die starke Auslastung der Produktion. Die Diskussion über eine mögliche Blase rund um KI-Aktien kommentierte er mit den Worten: "Aus unserer Sicht sehen wir etwas ganz anderes. Wir sind in jeder Cloud. Es ist unglaublich." Zwischen Euphorie und Überhitzung: Droht nach dem KI-Hype der Absturz? Doch nicht alle Marktteilnehmer teilen diesen Optimismus. Analyst Rubin Roy vom Brokerhaus Stifel, Nicolaus & Co verweist auf zunehmende Zweifel, ob die Ausgaben für KI-Infrastruktur langfristig tragfähig sind. Sorgen bereitet unter anderem, dass Nvidia inzwischen verstärkt Zahlungen an Kunden leistet, um deren überschüssige Rechenkapazitäten anzumieten – ein Hinweis auf mögliche Kapazitätsprobleme. Der Wert solcher Verträge hat sich im letzten Quartal auf 26 Milliarden Dollar verdoppelt. Besonders beachtet wurde eine Vereinbarung mit dem KI-Cloudspezialisten CoreWeave im September. Auch der Ausstieg prominenter Investoren wie Softbank und dem Hedgefonds von Peter Thiel aus Nvidia wird von Beobachtern kritisch gewertet. Der bekannte Investor Michael Burry – bekannt durch seine Wetten gegen den US-Hypothekenmarkt im Jahr 2008 – spekuliert inzwischen aktiv auf fallende Kurse bei KI-Aktien. Seiner Einschätzung nach schönten einige Cloud-Anbieter ihre Bilanzen, indem sie teure Prozessoren über ungewöhnlich lange Zeiträume abschreiben. Fazit: Zwischen Boom und Risiko Die Zahlen von Nvidia belegen eindrucksvoll, wie stark der KI-Boom die Märkte derzeit antreibt. Doch die Euphorie wird zunehmend von Fragen begleitet: Können Cloud-Anbieter mit der Nachfrage Schritt halten? Ist das Wachstum nachhaltig? Und wie eng darf die Verflechtung von Technologieunternehmen werden, bevor sie Misstrauen weckt? Noch dominiert der Optimismus – doch wie bei allen Hypes an der Börse gilt: Je höher die Erwartungen, desto empfindlicher die Reaktion bei Enttäuschungen. Anleger sollten deshalb neben den glänzenden Quartalszahlen auch die möglichen Risiken nicht aus dem Blick verlieren.



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