Bundesliga: Doppelpack von DFB-Stürmer – Frankfurt bricht Köln-Fluch
Eintracht Frankfurt fährt in der Bundesliga den nächsten Sieg ein. Gegen Köln gibt es am Ende einen irren Schlagabtausch. Nächste Pleite für den 1. FC Köln in der Bundesliga . Nach dem 1:3 im Derby gegen Gladbach vor der Länderspielpause setzte es am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt eine knappe 3:4-Niederlage. Jakub Kamiński (4.) erzielte die Führung für Köln, dann trafen Arthur Theate (39.), Mahmoud Dahoud (45.+6) und Doppelpacker Jonathan Burkardt (59./63.) für die Eintracht. Klare Verhältnisse? So schien es. Doch Tore von Marius Bülter (83.) und Luca Waldschmidt (90.+4) machten es am Ende noch einmal spannend. Rekordmeister mit zehntem Saisonsieg: Aus 0:2 mach 6:2 – Bayern zerlegt Freiburg Sechs-Tore-Spektakel in Dortmund: DFB-Stürmer trifft dreifach gegen den BVB Köln hat durch die Pleite nur eins der letzten fünf Ligaspiele gewonnen. Ganz anders Frankfurt: Die Hessen sind seit fünf Spielen ungeschlagen und beenden mit dem Sieg gegen die Kölner einen speziellen Auswärtsfluch. Die Bundesliga-Bilanz der Eintracht in der Domstadt in den vergangenen Jahren und sogar Jahrzehnten war bis hierhin erschreckend. Die Frankfurter gewannen nur zwei der vergangenen 18 Auswärtsspiele gegen den "Effzeh". Zuletzt bejubelten die Hessen am 20. September 2017 drei Punkte in Köln. Siegtorschütze zum 1:0 war damals Sébastien Haller. So lief das Spiel Kölns Trainer Lukas Kwasniok wechselte nach dem 1:3 gegen Gladbach auf vier Positionen. Auch Saïd El Mala, der bei seiner Debüt-Nominierung für die Nationalmannschaft zuletzt ohne Einsatz blieb, aber im Anschluss bei der U21 überzeugte, saß zunächst auf der Bank. Eintracht-Coach Dino Toppmöller tauschte nach dem 1:0 gegen Mainz zweimal und brachte erstmals in dieser Bundesliga-Saison Mario Götze von Beginn an. Wegen der bundesweiten Fan-Proteste gegen mögliche neue Sicherheitsmaßnahmen in Stadien herrschte zunächst nahezu völlige Stille auf den Rängen. Doch schon in der 4. Minute wurde es laut: Ragnar Ache zog links am herauseilenden Michael Zetterer vorbei und legte auf Kamiński, der den Ball gefühlvoll zu seinem fünften Saisontreffer oben rechts ins leere Tor schob. Zunächst wurde der Treffer wegen Abseits zurückgepfiffen, zählte aber nach VAR-Check. Frankfurt dreht Rückstand vor der Pause Während sich die Fans nach zwölf Minuten mit gewohnt lautstarker Unterstützung und viel Pyrotechnik im Kölner Block zurückmeldeten, war Frankfurt auf der Suche nach einer schnellen Antwort. Doch die Kölner Defensive stand zunächst sicher. Die vorerst beste Chance auf den Ausgleich hatte Burkardt nach einer halben Stunde, als er eine Flanke von Ansgar Knauff per Kopf aufs Tor brachte – doch Marvin Schwäbe war zur Stelle. Wenige Minuten später war es aber ebenfalls ein Kopfball, der den Ausgleich brachte: Theate traf nach einer Ecke von Farès Chaïbi zum 1:1 – sein erster Bundesliga-Treffer. Für Köln war es das fünfte Gegentor nach einer Ecke in dieser Saison. Und Frankfurt setze noch einen drauf: Zunächst wehrte Schwäbe einen Schuss von Chaïbi glänzend mit dem Fuß ab, doch Dahoud brachte den Nachschuss mit dem Pausenpfiff zum 2:1 im Tor unter. Direkt nach dem Wiederanpfiff bot sich Jan Thielmann die große Chance zum Ausgleich: Von der rechten Seite zog der Kölner aufs Frankfurter Tor, scheiterte jedoch zu zentral an Zetterer. Kurz darauf wurde die Partie unterbrochen, als Raketen aus dem Gästeblock der komplett in Schwarz gekleideten Eintracht-Fans Richtung Spielfeld flogen. Die Kölner hatten wie bereits in Hälfte eins weniger Ballbesitz, lauerten aber auf Konter. Binnen drei Minuten sorgte Frankfurts Burkardt für klare Verhältnisse: Zunächst verwertete er nach eigener Vorarbeit am ersten Pfosten. Kurz später nutzte der Stürmer die Unterzahl der Kölner durch eine Behandlungspause von Joel Schmied eiskalt und erhöhte per Hacke zum 4:1. Köln, erstmals in dieser Bundesliga-Saison mit mehr als drei Gegentoren, bemühte sich auch mit der Einwechslung wie der von El Mala um eine Reaktion. Nach einer schönen Kombination im Strafraum traf Joker Bülter unten links und brachte noch einmal richtig Feuer ins Kölner Spiel. Und das bei reichlich Nachspielzeit, in der El Mala zunächst den Pfosten traf, ehe Waldschmidt mit einem Kopfball zur Stelle war.