1. FC Kaiserslautern: Kapitän will Schalke gucken – Training verlegt
Selbst im Einsatz ist der 1. FC Kaiserslautern erst am Samstag. Die Reise nach Braunschweig am Freitag tritt das Team jetzt früher an – aus einem skurrilen Grund. Nach dem 4:1 über Holstein Kiel am vergangenen Wochenende will der 1. FC Kaiserslautern am Samstag das nächste Ausrufezeichen im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga setzen. Die Pfälzer treten bei Eintracht Braunschweig an und wollen mit einem weiteren Sieg noch näher an die Spitzenplätze in der Tabelle heranrücken. Doch für einen Akteur ist offenbar nicht nur die Partie gegen die Niedersachsen von großer Bedeutung. "Marlon war es ganz wichtig, dass wir frühzeitig hier losreisen", sagte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz vor der Partie im Eintracht-Stadion. Gemeint war damit Marlon Ritter, Kapitän der "Roten Teufel". Der Grund für dessen Wunsch, frühzeitig Richtung Braunschweig aufzubrechen: der FC Schalke 04 . Die "Königsblauen" spielen bereits am Freitagabend im Spitzenspiel gegen den SC Paderborn (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Lieberknecht erfüllt Ritters Wunsch "Das will er schon gucken", sagte Lieberknecht über den 31-Jährigen, der seit seiner Kindheit als glühender Schalke-Anhänger gilt. Dem Anliegen seines Spielers gab der Coach dementsprechend auch statt – und änderte dafür seine eigenen Pläne: "Deswegen haben wir das Training morgen von elf Uhr auf halb elf vorverlegt, damit wir dem Marlon auch gerecht werden", so Lieberknecht. Man werde das Spiel gemeinsam schauen. Ritter stand für den 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison in zwölf von 13 Ligaspielen auf dem Platz. Der Mittelfeldmann erzielte dabei zwei Treffer, legte einen weiteren auf. Seit 2024 führt er die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Zwischen 2002 und 2008 lief der gebürtige Essener auch für die Juniorenteams des FC Schalke auf.