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Ноябрь
2025

Neue AfD-Jugend "Genration Deutschland": Die braune Parallelgesellschaft

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Die AfD hat eine neue Jugendorganisation gegründet. Sie atmet den Geist von Scharfmachern wie Björn Höcke – und dürfte nicht nur die Partei, sondern auch das Land verändern. Jetzt richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit nur auf einen: Mit rollendem "R" und zackiger Gestik hielt Alexander Eichwald beim Gründungskongress der neuen AfD-Jugend am Samstag die bizarrste Rede. Viel Hitler schwang da mit, besonders im Gestus. In den sozialen Medien stürzten sich sofort Rechte wie Linke auf ihn, teilten Schnipsel seines Auftritts. Und der Deutungskampf begann: Ist das eine Parodie, ein linker Komiker, ein eingeschleuster Mann des Verfassungsschutzes? Oder einer, der lediglich am deutlichsten zeigt, wo das Herz der AfD-Jugend wirklich schlägt? Doch der Trubel um den Hitler-Redner, den auch die Medien willig bedienen, lenkt ab vom Wesentlichen. Die Frage, wo Eichwald ideologisch zu verorten ist, wird sich nämlich zunächst nicht klären lassen und so der übliche Spaltpilz sein: Es kann jeder glauben, was er will – je nach Gusto, je nach politischer Einstellung, je nach Neigung oder Abneigung zur AfD . Dabei ließ die Geburtsstunde der neuen AfD-Jugend am Samstag völlig unabhängig von Eichwald tief blicken – mit etlichen Auftritten und Aussagen des neuen Führungspersonals, die ohne Zweifel ernst gemeint waren. So weit, so unklar Da Eichwald nun aber im Raum und vor allem in den Schlagzeilen steht, hier seufzend eine kleine Einordnung: Kann durchaus sein, dass Eichwald sich selbst eingeschleust hat, um die AfD vorzuführen. Er gab sich früher immerhin selbst als Künstler aus, machte vor sechs Jahren ein Praktikum bei einer Gleichstellungsbeauftragten. Es kann aber ebenso gut sein, dass er es ernst meint mit der AfD. Denn erstens ist Eichwald Parteimitglied. Er hat somit den Aufnahmeprozess der Partei durchlaufen, in dem auch ein persönliches Vorstellungsgespräch beim Kreisvorstand Pflicht ist. Zweitens haben auch andere in der AfD und ihrer Jugend eine Vergangenheit in anderen Parteien und ihren weit entfernten Organisationen – darunter sind nicht nur die CDU , sondern auch die SPD und die in der AfD besonders verhassten Grünen. Drittens sind Auftritte von Sonderlingen, von Abgehängten, von "Irren", wie sie diese selbst oft nennen, auf AfD-Parteitagen keine Seltenheit. Seit ihrer Gründung ist die noch immer recht junge Partei ein Sammelbecken auch für sie. Der aktuell straff geführte Professionalisierungskurs der Partei zielt maßgeblich darauf ab, ihre Präsenz zu schmälern, den basisdemokratischen Einfluss zurückzuschneiden. So weit, so unklar also. Hier lohnt sich kein Verkämpfen, kein Überdeuten oder Verleugnen. Hitler-Redner? Haken dran. Höckes neues Deutschland beginnt in den Köpfen der Jungen Viel mehr Aussagekraft für den Geist der neuen "Generation Deutschland" haben andere Personalien. Allen voran jene, die vom AfD-Vorstand zuvor abgesegnet und von der versammelten AfD-Jugend am Samstag mehrheitlich für gut befunden wurden. Im neugewählten Jugendvorstand tummeln sich nämlich Menschen mit völkischen Überzeugungen und tiefen Verstrickungen hin zu rechtsextremen Organisationen, die von den Behörden wegen ihrer Verfassungsfeindlichkeit beobachtet werden. Jean-Pascal Hohm, Patrick Heinz, Kevin Dorow, Florian Ruß – sie sprechen sich für die "Identitäre Bewegung" und schlagende Burschenschaften aus, für den so umstrittenen Begriff der "Remigration"; für ein Menschenbild also, das weiße Haut und biodeutsche Abstammung über die Staatsangehörigkeit stellt. Man kämpfe dafür, dass "Deutschland das Land der Deutschen" bleibe, riefen sie in ihren Reden. Oder versprachen: Niemals werde man sich distanzieren, von niemandem. Egal also, wie radikal ein Mitglied ist. Diese jungen Männer mögen ihren Zweckbund mit Kräften wie Alice Weidel geschlossen haben. Originär aber sind sie Fans und Freunde der radikalsten AfD-Scharfmacher, allen voran Björn Höcke und Matthias Helferich. Das kommt nicht von ungefähr: Seit jeher buhlt dieses Lager am stärksten um die Jugend in der AfD. Höcke fährt in Thüringen Moped mit Hunderten Teenagern im Schlepptau, Helferich richtet in Nordrhein-Westfalen regelmäßig Veranstaltungen für sie aus. Sie investieren so viel Zeit in die Jungen, weil sie wissen, dass ihre Ziele nicht ad hoc zu erreichen sind. Die Hoffnung auf ein neues, braunes Deutschland ist ein Langfrist-Projekt, das in den Köpfen der Jungen beginnen muss, soll es Erfolg haben. AfD hebt Verfassungsfeinde auf den Präsentierteller Andere Kräfte in der AfD haben sich dieser Dynamik schon lange ergeben – AfD-Chefin Alice Weidel beispielsweise verschwand am Samstag direkt nach ihrer Rede beim Jugend-Konvent. Helferich hielt bis zum Ende durch. Jene, die in der AfD-Jugend nun das Sagen haben, wettern gegen migrantische Parallelgesellschaften. Dabei sind sie selbst eine Parallelgesellschaft, die lange nur versteckt in Burschenschafts-Kellern und Hinterzimmern existierte, ihre Ideen in Mini-Podcasts und Zeitschriften ohne Reichweite diskutierte. Von der AfD aber werden sie nun einmal mehr auf den Präsentierteller gehoben, mit Steuergeld gefüttert. Ihre Ideen können sie nun auf Plakaten, in den sozialen Medien, in den Parlamenten verbreiten. Es ist der rote Teppich für Verfassungsfeinde. Und sie werden ihn zu nutzen wissen. Diese Jugendorganisation wird deswegen nicht nur die AfD, sie dürfte auch Deutschland verändern. Allerdings nicht zum Besseren.



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