DFB: Ann-Katrin Berger verwirrt mit Aussage über Nationalteam-Zukunft
Nach dem verlorenen Finale sprach Ann-Katrin Berger über ihre DFB-Zukunft. Nur wenig später bittet die Torhüterin überraschend um Bedenkzeit. Einen Tag nach der deutlichen 0:3-Niederlage im Finale der Nations League gegen Spanien will sich Ann-Katrin Berger doch noch nicht festlegen, wie es für sie im deutschen Nationalteam weitergeht. "Das Trainerteam hat deutlich gemacht, dass es die Zusammenarbeit mit Ann-Katrin Berger gerne fortsetzen möchte. Die Torhüterin hat um etwas zusätzliche Bedenkzeit gebeten, um die Eindrücke aus dem Gespräch und den Finals in Ruhe noch etwas sacken zu lassen", teilte nun der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Berger hatte unmittelbar nach der Partie in Madrid gesagt, dass sie es sich gut vorstellen könne, noch bis zur WM 2027 in Brasilien im deutschen Tor zu stehen. "Wenn der Trainer mich haben möchte und wir uns einfach einig sind, dann werden wir sehen, was die Zukunft sagt", so die Stammkeeperin vom US-Meister Gotham FC. Berger kam in ihrer Nationalmannschaftskarriere bisher auf 29 Einsätze. Erst unter Interimstrainer Horst Hrubesch war sie im Sommer zur ersten Wahl im Tor aufgestiegen. Entscheidung "in ein paar Wochen" Neben Bundestrainer Wück war auch Torwarttrainer Michael Fuchs in das persönliche Gespräch mit der erfahrenen Schlussfrau eingebunden. Dabei seien laut DFB verschiedene Perspektiven diskutiert worden. Berger erklärte am Rande der EM-Vergabe 2029 in Nyon der Deutschen Presse-Agentur: "Ich möchte einfach noch ein bisschen abschalten. Es waren so viele Emotionen, die in mir vorkamen. Ich möchte so eine Entscheidung mit einem kühlen Kopf entscheiden, weil es eine langfristige Sache ist – das ist mir bewusst." Die Olympia-Heldin von 2024 wolle noch mal rückblickend auf das vergangene Jahr blicken, dann werde Berger "mit dem Trainer reden in ein paar Wochen und meine Entscheidung treffen". Bei der EM im Sommer hatte sie mit starken Paraden und gehaltenen Elfmetern geglänzt. Bei der WM 2027, für die sich das deutsche Nationalteam noch qualifizieren muss, wäre sie allerdings fast 37 Jahre alt. Hinter der erfahrenen Berger drängt sich unter anderem Stina Johannes auf. Die 25-jährige Wolfsburgerin hatte Berger zuletzt in den Nations-League-Halbfinals gegen Frankreich ordentlich vertreten. Auch die aktuelle Nummer drei, Ena Mahmutovic (21) vom FC Bayern , hat die Zukunft noch vor sich.