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Tote durch Pyrotechnik und hunderte Festnahmen: Unruhige Silvesternacht in Deutschland

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Tausende Polizei- und Feuerwehreinsätze, Attacken auf Beamte sowie Tote durch Feuerwerkskörper: In vielen deutschen Städten ist die Silvesternacht unruhig verlaufen. In Berlin nahm die Polizei nach Polizeiangaben nach teils massiven Angriffen auf ihre Einsatzkräfte rund 430 Verdächtige fest und zählte 35 verletzte Beamte. Auch in Leipzig gab es Ausschreitungen. Zumindest vereinzelten Beschuss von Einsatzkräften wurde zudem aus etlichen weiteren Städten gemeldet - von Hamburg über Frankfurt am Main, Duisburg und Köln bis hin nach Freiberg in Sachsen.

In Berlin sprach die Polizei am Donnerstag von "teils erheblichen Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte, insbesondere durch das Beschießen oder Bewerfen mit pyrotechnischen Gegenständen". Zwei Beamte wurden so schwer verletzt, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Stadtteil Moabit etwa versammelten sich rund 500 Menschen. Dort wurden brennende Barrikaden errichtet, die Feuerwehr konnte laut Polizei aufgrund von Beschuss nicht eingreifen.

In den Leipzig griffen Gruppen von Randalierern nach Polizeiangaben in den Stadtteilen Connewitz und Grünau die Einsatzkräfte massiv mit Pyrotechnik, Steinen und farbgefüllten Gläsern an. Teils errichteten sie Barrikaden, Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Eine Polizistin und ein Feuerwehrmann wurden verletzt. In einem Fall war die Attacke demnach so konzentriert, dass sich Einsatzkräfte zurückziehen mussten.

Aus Hamburg meldete die Polizei Zwischenfälle insbesondere aus dem Stadtteil Steilshoop. Dort sei aus teils "größeren Personengruppen" Feuerwerk etwa auf Wohnhäuser oder Einsatzkräfte abgefeuert worden, was "zeitweise umfangreichere Interventionsmaßnahmen" erforderlich gemacht habe, hieß es. Stadtweit wurden zehn Polizisten verletzt.

Unabhängig voneinander starben in Bielefeld zwei 18-Jährige durch die Explosion von selbstgebauter Pyrotechnik, wie die Polizei mitteilte. Bundesweit dutzende Menschen erlitten teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Allein im Unfallkrankenhaus Berlin wurden nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mehr als 30 Menschen behandelt, darunter acht Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Einigen mussten Finger oder Handteile amputiert werden.

Verletzungen durch Pyrotechnik meldeten Einsatzkräfte unter anderem auch aus Rostock, Kiel, Bremen, Baden- und Jena. In Ratzeburg in Schleswig-Holstein wurde ein Vierjähriger laut Polizei durch einen Böller schwer an der Hand verletzt. Im sächsischen Chemnitz erlitt ein 13-Jähriger schwere Verletzungen durch Pyrotechnik. Der Polizei zufolge war unklar, ob er selbst damit hantierte oder getroffen wurde.

Dazu kamen unzählige Einsätze wegen brennender Mülltonnen, Wohnungen, Hecken und Autos. Allein die Feuerwehr in Berlin zählte mehr als 1830 Einsätze. Oft lösten Raketen Brände aus. Im baden-württembergischen Bonndorf starb ein 60-Jähriger, nachdem ein Feuer auf einem Balkon ein Mehrfamilienhaus erfasste. Die Brandursache in dem Fall war unklar.

Angriffe auf Einsatzkräfte wurden auch aus weiteren Städten gemeldet, etwa Saarbrücken, Bremen und Hannover. In Frankfurt am Main stoppte eine größere Menschengruppe nach Polizeiangaben einen Rettungswagen, beschädigte diesen und verletzte einen Sanitäter durch einen Tritt.

In Dresden errichteten rund 50 Vermummte eine brennende Barrikade und bewarfen eine Straßenbahn mit Steinen, auch in Mannheim wurden laut Polizei Straßenbahnen beschädigt. In Wiesbaden starb ein 23-Jähriger bei einer Auseinandersetzung unter Einsatz eines Messers, zudem wurde ein 22-Jähriger schwer verletzt. Zwei Verdächtige im Alter von 22 Jahren wurden festgenommen, die Hintergründen waren zunächst unklar.

Berlins Innensenatorin Spranger erklärte, in der Hauptstadt sei die Polizei "konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen". Das Einsatzkonzept sei erfolgreich gewesen, die Justiz müsse die Straftaten nun "schnell und konsequent" verfolgen.

Allein in Berlin hatte die Polizei aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren rund 3200 zusätzliche Beamte zusammengezogen, in Hamburg zusätzlich etwa 1000. Auch in vielen anderen Städten setzen die Behörden auf robustes Einschreiten sowie Feuerwerksverbotszonen.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es bei etwa 4000 Silvestereinsätzen der Polizei insgesamt 30 Angriffe auf Beamte, wie die Landespolizei in Duisburg mitteilte. Das waren neun weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Pyrotechnikattacken aus Gruppen ging im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte auf 20 zurück. 22 Beamten wurden leicht verletzt. "Die Polizei war gut vorbereitet", resümierte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU).

Zugleich blieb die Lage in etlichen Städten laut Einsatzkräfte ruhig. "Angriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr waren nicht festzustellen. Vielmehr zeigten sich die Beteiligten ausgesprochen dankbar und rücksichtsvoll", erklärte etwa die Feuerwehr in Mainz am Donnerstag.

Eine schnelle Verurteilung überführter Silvesterstraftätern forderte unter anderem auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Attacken auf Einsatzkräfte seien "schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat", sagte deren Vertreter Andreas Roßkopf der "Bild"-Zeitung. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, sprach in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe von "Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft".

bro/pw




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