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Warum gehört Grönland zu Dänemark? | Einwohner, Sprache, Bodenschätze

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Grönland rückt ins Zentrum globaler Machtinteressen: Donald Trump spricht offen von einer Annexion. Das sind die wichtigsten Fakten zu der Insel. Lange hat die autonome Region Grönland , die zu Dänemark gehört, auf der Bühne der internationalen Weltpolitik kaum Beachtung gefunden. Das hat sich spätestens mit der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump radikal geändert. Mit den Worten "Wir müssen es haben" flankierte er den Besuch seines Vizepräsidenten auf der eisigen Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump 2019 erklärt, die Insel "kaufen" zu wollen. Sechs Jahre später scheinen sich die imperialistischen Fantasien in der gesamten Administration verfestigt zu haben. Über eine Militärbasis verfügen die Amerikaner auf Grönland bereits seit langer Zeit. Was ist es also, was Trump dazu bewegt, eine Annexion Grönlands zu forcieren? Was steckt hinter der Geschichte Grönlands? Die Antworten auf diese und weitere Fragen im Überblick: Einwohner und Sprache: Allgemeines zu Grönland Grönland ist die größte Insel der Erde. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt entlang der Küsten, vor allem im Westen des Landes, wo sich auch die Hauptstadt Nuuk befindet, da die übrigen Teile der Insel größtenteils von Eis bedeckt sind. Grönland hat etwa 56.000 Einwohner und ist flächenmäßig rund sechsmal so groß wie Deutschland. Der Hauptanteil der Bevölkerung gehört zur Bevölkerungsgruppe der inuitisch-skandinavischen Kalaallit. Aufgrund der riesigen Eismassen sind überwiegend nur die Küstenregionen besiedelt. Amtssprache ist Grönländisch, das zur Familie der Inuitsprachen gehört. Eine Besonderheit dieser Sprache ist die Neigung zur Bildung sehr langer Wörter, sodass teilweise ganze Sätze aus nur einem Wort bestehen. Im Sommer erreichen die Durchschnittstemperaturen selbst im Höchstfall meist nur rund zehn Grad Celsius. Warum gehört Grönland rechtlich zu Dänemark? Grönland gehört rechtlich zu Dänemark, weil die Insel nach der Trennung von Dänemark und Norwegen im Jahr 1814 ausdrücklich beim dänischen Königreich verblieb. Im Kieler Frieden, der die Neuordnung Skandinaviens nach den Napoleonischen Kriegen regelte, fiel Norwegen an Schweden – Grönland jedoch nicht. Damit wurde völkerrechtlich festgelegt, dass Dänemark die Souveränität über die Insel behält. Trumps Griff nach der Insel: Das könnte Grönland die USA kosten Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im US-Newsblog Diese Zugehörigkeit wurde 1933 international bestätigt, als der Internationale Gerichtshof in Den Haag einen norwegischen Anspruch auf Teile Ostgrönlands zurückwies. Seitdem ist Grönlands Status als Teil des dänischen Königreichs rechtlich unumstritten. Zwar war die Insel lange eine Kolonie, wurde aber 1953 offiziell in den dänischen Staat integriert. Im Zuge der Kolonialisierung installierte das dänische Königreich vor Ort ein teils brutales Regime. Zur Verringerung des Bevölkerungswachstums auf Grönland ließ die dänische Regierung im Rahmen einer forcierten Modernisierungsstrategie mehr als 4.500 minderjährige und junge Frauen zwangsweise Spiralen einsetzen. Diese Praxis wurde lange vertuscht und erst 2022 durch Recherchen des dänischen Radios aufgedeckt. 2025 entschuldigte sich die dänische Regierung bei den Opfern. Heute ist Grönland eine weitgehend autonome Region mit eigener Regierung. Zentrale Bereiche wie Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik liegen jedoch weiterhin bei Dänemark. Deshalb ist Grönland trotz wachsender Unabhängigkeitsbestrebungen rechtlich bis heute Teil des Königreichs Dänemark. Zur Europäischen Union gehört die autonome Region jedoch nicht. Im Zuge eines Referendums sprach sich die Bevölkerung im Jahr 1982 für den Austritt aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft aus. Hauptgrund damals waren Sorgen um eigene Fischereiressourcen. Dennoch besitzen Grönländer die EU-Staatsbürgerschaft. Über welche Bodenschätze verfügt Grönland? Nicht zuletzt durch den Klimawandel ist Grönland verstärkt in den Fokus internationaler Regierungen geraten. Die globale Erwärmung lässt das ewige Eis zunehmend zurückweichen. Neben dramatischen Folgen für Tiere sowie Flora und Fauna hat dies zur Folge, dass wertvolle Bodenschätze leichter zugänglich werden. Verschiedene Akteure, darunter auch die Regierung von Donald Trump, messen diesen Vorkommen große strategische Bedeutung bei. Bislang ist davon jedoch nur wenig erschlossen. Das Center for Minerals and Materials (MiMa) hat in einer Studie aus dem Jahr 2023 insgesamt 38 Rohstoffe identifiziert, von denen die meisten ein mittleres bis hohes Rohstoffpotenzial für den Abbau auf Grönland aufweisen. Demnach kommen dort auch 25 der 34 von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffe vor. "Die gesamten grönländischen Vorräte an Seltenen Erden reichen aus, um den gegenwärtigen Weltbedarf für 150 Jahre zu decken", sagt Dr. Harald Elsner, Wirtschaftsgeologe und Seltene-Erden-Experte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Doch fehlt es an Infrastruktur: Die Insel verfügt weder über ein Eisenbahnnetz noch über Fernverkehrsstraßen. Deren Abbau spielt auch für die Grönländer eine wichtige Rolle. Derzeit besteht eine Vereinbarung mit Dänemark, wonach Grönland Einnahmen aus Förderlizenzen behalten darf, während Dänemark im Gegenzug seine Subventionen reduziert. Würde Grönland ausreichende Einnahmen erzielen, könnte es finanziell unabhängig werden. Das zentrale Problem: Es fehlt an Arbeitskräften. Forschende haben berechnet, dass rund 20 Minen notwendig wären, um auf dänische Zuschüsse verzichten zu können. Dafür müssten schätzungsweise 60.000 ausländische Arbeitskräfte angeworben werden. Grönland wäre wirtschaftlich unabhängig – die einheimische Bevölkerung würde jedoch zur Minderheit im eigenen Land. Wieso ist Grönland strategisch so bedeutend? Grönland liegt an der sogenannten GIUK-Lücke – der Schlüsselroute zwischen Grönland, Island und Großbritannien . Über sie können U-Boote aus dem Arktisraum in den Nordatlantik und Richtung USA gelangen. Wer diese Region kontrolliert, kann im Konfliktfall den Zugang zum Atlantik überwachen und damit Seewege, Truppenbewegungen und die Sicherheit der Nato-Kerngebiete entscheidend beeinflussen. Mit dem schmelzenden Polareis gewinnt Grönland zusätzlich an Bedeutung, da neue, kürzere Routen zwischen Asien, Europa und Nordamerika entstehen. Gleichzeitig zeigen Russland und China zunehmendes militärisches und strategisches Interesse. Ohne Grönland wäre die Verteidigung des Nordatlantiks und der US-Ostküste kaum möglich. Über welche militärischen Kapazitäten verfügt Grönland? Grönland verfügt über keine eigenen Streitkräfte. Die militärische Verteidigung der autonomen Region liegt vollständig in der Verantwortung Dänemarks. Als Reaktion auf die geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre hat die Regierung in Kopenhagen ihre Militärpräsenz in der Arktis verstärkt und neue Investitionen angekündigt. Zentraler Akteur ist das Arktische Kommando der dänischen Streitkräfte mit Sitz in Nuuk, wo rund 80 Militärangehörige und zivile Mitarbeitende stationiert sind. Weitere wichtige Standorte sind der wiedereröffnete Marinestützpunkt Kangilinnguit im Süden der Insel sowie die "Station Nord" im hohen Norden Grönlands, knapp 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Eine besondere Rolle spielt die Sirius-Schlittenpatrouille, eine Eliteeinheit der dänischen Armee. Zwölf Soldaten sichern in Zweierteams mit Hundeschlitten die dänische Souveränität im menschenleeren Nordost-Grönland-Nationalpark – oft monatelang und bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad. Ergänzt wird die Präsenz an Land durch die dänische Marine, die mit Fregatten und Arktispatrouillenschiffen die Gewässer rund um Grönland überwacht. Auch wenn die größte Militärbasis auf der Insel von den USA betrieben wird, bleibt die Verteidigung Grönlands laut dänischer Verfassung klar in dänischer Hand.



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