BVB: Dortmund-Kapitän Emre Can überrascht mit Interview-Aussagen
Obwohl Emre Can Kapitän von Borussia Dortmund ist, ist seine Zukunft ungewiss. Nun haben seine Aussagen Verwirrung gestiftet. "Aber Stand heute: Ja, ich werde auch im nächsten Jahr hier beim BVB sein", erzählte Dortmund-Kapitän Emre Can zuletzt im Interview bei Sky und machte damit klar, wie es um seine Zukunft steht. Zumindest aus seiner Sicht. Denn nun berichtet Sky, dass Can mit dieser Aussage die Dortmunder Führungsriege um Sportdirektor Sebastian Kehl und Geschäftsführer Lars Ricken überraschte. Im Sky-Podcast "Auffe Süd" war Cans Satz bei den Reportern Patrick Berger und Jesco von Eichmann Thema: "Das hat im Verein die ein oder anderen überrascht nach unseren Infos, dass er so deutlich rausgegangen ist." Denn zumindest nach den Sky-Informationen sei klar, dass die Gespräche noch nicht kurz vor einem Abschluss seien. "Beide Seiten bewegen sich aufeinander zu, aber der BVB wird auch nicht jede Forderung mitmachen." Von Eichmann ordnete ein, dass die Entscheidung wohl dennoch bei Can liege, wenn der BVB ein Angebot vorlege. "Dass er etwas weniger Geld verdienen wird, damit muss er sich wohl abfinden und hat sich wohl schon abgefunden." Gleichzeitig ergebe eine Verlängerung auch für den BVB Sinn – besonders aus finanzieller Sicht. Can-Verlängerung würde BVB-Finanzen schonen Denn mit Niklas Süle und Aarón Anselmino werden zwei Verteidiger den BVB verlassen. Süle erhält keinen neuen Vertrag, bei Anselmino läuft die einjährige Leihe ab. Angeblich soll Chelsea sogar erwägen, den Argentinier bereits im Januar zurückzuholen. Dazu gibt es immer wieder Gerüchte um einen Abgang von Nico Schlotterbeck . "Das heißt", ordnete von Eichmann ein, "du könntest bis zu drei Spieler in der Innenverteidigung verlieren. Wenn du dann noch Can abgibst, hast du vier Spieler in der Innenverteidigung abgegeben. Dann müsstest du mindestens zwei hochwertige Innenverteidiger holen." Eine teure Angelegenheit für Dortmund. Neben den Aussagen von Emre Can hat noch eine kuriose Begebenheit bei den Sky-Reportern Gesprächsstoff mit sich gebracht: der Ort des Interviews. "Emre Can haben wir beide zum Interview getroffen in einem Hotelzimmer im Teamhotel. Ein Zimmer über drei Etagen", erzählte Berger aus dem spanischen Marbella, wo der BVB sein Trainingslager abhält. Dieses Zimmer sei "völlig wild" gewesen, da es sich zwar über drei Etagen erstreckte, aber dennoch "sehr eng" gewesen sein soll. Patrick Berger enthüllte mit einem breiten Grinsen: "Es war für uns eine Herausforderung mit der Technik, da alles aufzustellen. Wir können es sagen: Du hast beim Aufbau ein Glas Wasser umgestoßen." Um sich zu verteidigen, wandte von Eichmann noch ein, dass ein Kollege eine Cola umgestoßen habe. Immerhin: Das Interview wurde durch die Enge nicht gestört.