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Mastercard, Visa, Amex: Trump will Kreditkarten-Zinsen deckeln

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US-Präsident Donald Trump will Zinsen auf Kreditkartenschulden begrenzen. Das setzt die Aktien von Finanzkonzernen wie Amex, Visa und Mastercard unter Druck. US-Präsident Donald Trump will die Zinsen, die auf Kreditkartenschulden anfallen, deckeln und damit die Bürger seines Landes vor zu hohen Kosten für Rückzahlungen schützen. Ab dem 20. Januar solle für Kreditkarten ein Jahr lang ein Maximalzinssatz von zehn Prozent gelten, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social . Unklar war zunächst, ob und wenn ja, wie Trumps Plan zu realisieren ist. Trump verspricht sich davon, das Leben von US-Amerikanern "erschwinglich" zu machen: Viele von ihnen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und haben keine großen Rücklagen. Zudem ist der Kauf auf Pump in den Vereinigten Staaten deutlich üblicher als in Deutschland, sodass sich viele verschulden und Kreditkartenzinsen jeden Monat aufs Neue bedienen müssen. Nach Angaben der US-Notenbank Federal Reserve von November 2025 lag der durchschnittliche Zinssatz für Kreditkarten zwischen Ende 2023 und Ende 2024 bei 21,5 Prozent. Ermittlungen gegen Powell: Trump holt zum finalen Schlag gegen Fed aus Banken warnen vor "verheerenden Folgen" Trumps Ankündigung stieß bei den Banken und Lobbyvereinigungen auf Unmut. Die Zinsobergrenze werde dazu führen, dass man Kredite nur noch eingeschränkter vergeben könne und habe "verheerende Folgen für Millionen amerikanischer Familien und kleiner Unternehmen", warnten sie in einer gemeinsamen Erklärung. Was genau die Konsequenzen sein sollen, ließen sie indes offen. Wie Banken auf Trump-Ankündigung reagieren könnten Analyst Matt Britzman von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown sieht mit Trumps Ankündigung die "grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt" und die Kreditgeber "gezwungen, ihr Risikomanagement und ihre Kreditvergabepolitik zu überdenken." Die Grenze von zehn Prozent für Kreditkartenzinsen entspreche in etwa der Hälfte des heutigen Durchschnittszinssatzes. Britzman geht davon aus, dass die meisten Banken darauf mit einer Senkung der Kreditlimits, der Schließung risikoreicherer Konten und einer Reduzierung der Prämienprogramme reagieren dürften, "da sie bei diesem Preisniveau Verluste einfach nicht decken könnten". Kartenorientierte Unternehmen in den USA seien am stärksten betroffen, aber auch große Universalbanken mit Kartensparten würden den Druck zu spüren bekommen. Überraschender Kurswechsel bei Trump Trumps jüngste Ankündigungen für ein erschwinglicheres Leben der US-Bevölkerung sind eine steile Kehrtwende in seiner politischen Ausrichtung: Neben dem Plan zur Deckelung der Kreditkartenzinsen hatte er jüngst auch in Aussicht gestellt, Profi-Investoren wie Banken, Versicherungen und großen Konzernen den Erwerb von Einfamilienhäusern zu verbieten. Er kündigte "umgehend" Maßnahmen an. Wie genau diese aussehen sollen, war aber unklar. Zuvor hatte Trump den Streit über ein bezahlbares Leben in den USA wiederholt als großen "Schwindel" der Demokraten abgetan. Umso mehr überrascht es, dass er den Begriff "Erschwinglichkeit" in den vergangenen Tagen aufgriff und neue Maßnahmen ankündigte. Trumps Pläne kommen Monate vor den wichtigen Kongresswahlen im November. Bei den sogenannten Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern knappe Mehrheiten. Verliert Trumps Partei diese Mehrheit, dürfte seine restliche Amtszeit deutlich unangenehmer werden. Kreditkartenbranche gerät unter Druck Am Montag gerieten die Aktien von US-Branchengrößen wie American Express (Amex), Visa , Mastercard , aber auch die der britischen Bank Barclays unter Druck. In den USA sackte Amex vor dem Börsenstart um 4,4 Prozent auf 359,00 US-Dollar ab. Visa verlor 1,6 Prozent und rutschte auf 344,24 US-Dollar. Die Aktien von Mastercard sanken um 1,8 Prozent auf 565,37 US-Dollar. In Europa traf es Barclays besonders kräftig. Die Aktie büßte 3,1 Prozent auf 469,75 Pence ein. Aktien der spanischen Banco Santander und der französische Société Générale verloren jeweils 1,7 Prozent. Hierzulande gaben die Papiere der Deutschen Bank dagegen um moderate 0,5 Prozent auf 32,89 Euro nach.



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