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USA: Machado überreicht Trump ihren Nobelpreis – und läuft zu Fuß

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Trump empfängt die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Die ehrt ihn mit einer symbolischen Geste. Der Dank des Republikaners kommt in Form einer Mitteilung. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat ihre Nobelpreis-Goldmedaille nach eigenen Angaben US-Präsident Donald Trump überreicht. Sie äußerte sich nach dem Treffen der beiden am Donnerstag nicht dazu, ob Trump ihr Geschenk angenommen habe. Trump betont seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Vergangenes Jahr war allerdings Machado damit ausgezeichnet worden. Einige Stunden nach Machados Besuch meldete sich dann auch der US-Präsident. "Maria hat mir heute den Nobelpreis für meine Verdienste überreicht", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social . "So eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts. Vielen Dank, Maria". Zu Machados Verdiensten um die Demokratie in Venezuela sagte der Präsident nichts. Nur, dass die Politikerin eine "wundervolle Frau" sei, die "viel durchgemacht" habe. Zwar hatte Trump der venezolanischen Oppositionsführerin bereits im Oktober zu der Auszeichnung gratuliert, doch zugleich feuerte das Weiße Haus eine Breitseite gegen das Nobelpreiskomitee. "Sie stellen Politik vor Frieden", schrieb Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung auf dem Kurznachrichtendienst X. Dann schob Cheung eine Lobpreisung seines Vorgesetzten hinterher, die so oder so ähnlich auch in Nordkorea hätte verbreitet werden können. "Präsident Trump wird weiterhin Friedensabkommen schließen, Kriege beenden und Leben retten. Er hat das Herz eines wahren Menschenfreunds, und es wird niemals jemanden wie ihn geben, der mit der bloßen Kraft seines Willens Berge versetzen kann." Trumps "tiefsitzende Obsession" Der 79-Jährige selbst hatte kurz nach Bekanntgabe des Preisträgers im Oktober ebenfalls eine bemerkenswerte Stellungnahme abgegeben. Trump schilderte vor Reportern, dass Machado ihn angerufen und ihm gesagt habe, sie nehme den Preis auch in seinem Namen an. Die Reaktion des US-Präsidenten: "Ich habe nicht gesagt, dass sie ihn mir geben soll. Aber das hätte sie wahrscheinlich getan, sie ist eine sehr nette Person." Der Name Machados kam ihm nicht über die Lippen. Schon lange schielt der ehemalige Reality-TV-Star und Immobilienmakler Trump darauf, den Friedensnobelpreis verliehen zu bekommen. So verwies er darauf, dass er bereits zahlreiche Konflikte befriedet und niemand anderes so viele Menschenleben gerettet habe, wie er selbst. Zahlreiche US-Medien attestieren dem Republikaner eine "regelrechte Besessenheit" in Bezug auf die Auszeichnung. Diese reicht laut "New York Times" viele Jahre zurück. Schon in seiner ersten Amtszeit seit 2016 verwies Trump mehrfach darauf, dass er den Preis verdient hätte – und zwar viel mehr als sein Vorgänger Barack Obama . Der Demokrat hatte den Preis im Jahr 2009 für seine Politik erhalten, eine Entscheidung, die damals bereits umstritten war. Nobelpreis: Darf nicht weitergegeben werden Nun kam Machado also persönlich zu Besuch, um dem Republikaner ihre Aufwartung zu machen. Möglich wurde das auch, weil Trump vor wenigen Wochen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro und dessen Frau in einer spektakulären Militäraktion aus dem Land entführen ließ. Der langjährige Linksdiktator muss sich demnächst in New York vor Gericht verantworten. Auffällig war, dass es von dem Treffen im Weißen Haus kein offizielles Foto gibt. Zwar existieren Bilder, die Machado beim Verlassen des Weißen Hauses zeigen. Ein Bild mit dem US-Präsidenten, der ansonsten kaum eine Fotogelegenheit auslässt, ist bislang jedoch Fehlanzeige. Auf einem Video, das in sozialen Medien kursiert, ist zudem zu sehen, wie Machado zu Fuß über einen Seiteneingang ins Weiße Haus kommt. Staats- und Regierungschefs fahren in der Regel mit einem Konvoi vor. Später ist die Venezolanerin zu sehen, wie sie den Präsidentensitz zu Fuß und mit einer Art Shoppingtasche in der Hand wieder verlässt. Machado kämpft um ihre künftige Rolle in Venezuela. Trump hatte nach der US-Intervention nicht etwa die Oppositionsführerin zur Übergangspräsidentin gemacht, sondern Delcy Rodríguez – eine enge Vertraute Maduros und Komplizin von dessen Schreckensregime. Über Machado sagte der Präsident hingegen, sie habe nicht den nötigen Rückhalt und Respekt in Venezuela, um das Land zu führen. Nobelpreis-Gewinner erhalten neben einer Urkunde auch eine goldene Medaille. Sie habe Trump ihre Medaille gegeben, sagte Machado vor Journalisten in Washington . Das Nobelpreis-Institut hatte schon vor Tagen klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne. Offenbar versucht Machado mit dem Besuch im Weißen Haus, Trumps Rückhalt zu gewinnen. Venezuela: Manipulierte Wahl und Gericht verhinderten Machados Erfolg Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte jedoch noch während des Treffens, Trump halte an seiner Einschätzung fest, wonach Machado kurzfristig nicht über die nötige Unterstützung verfüge, um Venezuela zu führen. Der Fokus der US-Regierung liege auf dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Venezuelas und der Sicherung des US-Zugangs zum Öl des Landes, so Leavitt. Die Transformation des südamerikanischen Landes von einem Ein-Parteien-Regime hin zu einer funktionierenden Demokratie liegt Trump offenbar nicht am Herzen. So sagte er schon kurz nach dem Sturz Maduros, freie Wahlen hätten für ihn keine Priorität. Nach dem Treffen im Weißen Haus sprach Machado mit einer überparteilichen Gruppe von mehr als einem Dutzend Senatoren. Dort fand sie offenbar mehr Unterstützung. Der demokratische Senator Chris Murphy sagte, Machado habe berichtet, die Unterdrückung in Venezuela sei unter der neuen Führung nicht anders als zuvor unter Maduro. Murphy bezeichnete Übergangspräsidentin Rodriguez als "gewiefte Akteurin", die ihre Macht dank Trumps Unterstützung täglich festige. Er sei skeptisch, ob es zu freien Wahlen kommen werde. Ein regierungstreues Gericht hatte Machado von der Präsidentschaftswahl 2024 ausgeschlossen. Nach der Wahl erklärte sich der ehemalige Machthaber Maduro zum Sieger, obwohl unabhängige Beobachter von einem deutlichen Sieg des von Machado unterstützten Oppositionskandidaten Edmundo González ausgehen.



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