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Kinderbetreuung: Vielen Kitas in Hessen fehlen Fachkräfte für gute Betreuung

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Nur zehn Prozent der Kitas in Hessen verfügen laut einer Studie über das empfohlene Personal. Was das für die Betreuung bedeutet.

In Hessen verfügt nur jede zehnte Kita über die empfohlene Personalausstattung. Das geht aus einer bundesweiten Studie der Bertelsmann-Stiftung mit Sitz in Gütersloh hervor. Demnach entspricht die sogenannte Personalausstattungsquote in lediglich zehn Prozent der Einrichtungen den fachlichen Empfehlungen, um die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern zu gewährleisten, heißt es in der Studie. 

Auf der anderen Seite habe im Bundesland knapp jede fünfte (19 Prozent) Einrichtung weniger als 60 Prozent der empfohlenen Personalressourcen. Bei weiteren 22 Prozent der Kitas liege die Personalausstattung etwas unterhalb der fachlichen Empfehlungen. Zu etwa zwei Dritteln werden die Empfehlungen bei knapp 49 Prozent der Kitas erfüllt.

Die Personalausstattungsquote ist ein in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien entwickelter Indikator. Er soll der Studie zufolge ermöglichen, die Personalsituation in Kitas auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik differenziert abzubilden. Hessen schneide mit einer mittleren Personalausstattungsquote von 0,72 im Bundesländervergleich durchschnittlich ab, hieß es. Das bedeutet: Im Mittel verfügen die Kitas im Bundesland über 72 Prozent der Personalressourcen, die notwendig wären, um die fachlichen Empfehlungen zu erfüllen. 

Personalbedarf hängt von mehreren Faktoren ab

"Ausreichende Personalkapazitäten sind unabdingbar, wenn es um die notwendigen zeitlichen Ressourcen für die individuelle Bildungs- und Entwicklungsförderung des einzelnen Kindes geht", betont das Studienteam. Ob die vorhandene Anzahl der Mitarbeitenden für den Bedarf der Kinder angemessen ist, hänge unter anderem von der Größe der Kita, dem Alter der betreuten Kinder sowie deren besonderen pädagogischen Anforderungen ab.

Die Fachleute haben deshalb erstmals nicht nur die reine Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher mit der Zahl der betreuten Kinder und deren Alter ins Verhältnis gesetzt. Stattdessen berücksichtigten sie auch die Zahl der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder einer körperlichen, geistigen oder (drohenden) seelischen Behinderung in einer Kita, weil diese eine intensivere Begleitung benötigen.

Der Studie zufolge sprechen in Hessen in 57 Prozent der Einrichtungen mehr als ein Viertel der Kinder nicht Deutsch in der Familie. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Einrichtungen würden zudem von Kindern mit Eingliederungshilfe besucht.




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