DFB-Frauen halten an Rafaela Borggräfe trotz Diskriminierungsvorfall fest
Rafaela Borggräfe bleibt Teil des erweiterten Pools der Frauen-Nationalmannschaft. Der Verband sieht den Vorfall der Diskriminierung nach interner Aufarbeitung als abgeschlossen an. Der Deutsche Fußball-Bund hat sich trotz einer sechswöchigen Sperre wegen einer diskriminierenden Aussage zu Torhüterin Rafaela Borggräfe bekannt. Die 25-Jährige bleibt Teil des erweiterten Pools der Frauen-Nationalmannschaft, nachdem sie den Vorfall reflektiert und mit dem Verband aufgearbeitet hat. Der englische Verband FA hatte die Keeperin des FC Liverpool Mitte Januar rückwirkend für sechs Spiele gesperrt. Die Strafe war vor der Partie gegen den FC Arsenal am 6. Dezember in Kraft getreten. Borggräfe soll bei einem Termin für das Teamfoto Anfang September 2024 eine diskriminierende Bemerkung gemacht haben. In England wurde Borggräfe gesperrt Die frühere Bundesliga-Torhüterin des SC Freiburg hatte fünf der sechs Spiele bereits abgesessen und war am 25. Januar im Ligaspiel gegen Tottenham wieder spielberechtigt. Im Kader stand sie beim 2:0-Sieg nicht. Der DFB teilte mit: "Rafaela Borggräfe hat das Verfahren akzeptiert und den Vorfall reflektiert." Zudem habe man das Geschehene "unter Einbindung der fachlichen Expertise unserer DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität, Célia Šašić", mit Borggräfe aufgearbeitet. Im Zuge der Strafe soll sich die Torhüterin zur Teilnahme an einem Bildungsprogramm verpflichtet haben. Zuletzt war Borggräfe im Oktober für das Nationalteam nominiert worden. Ein Länderspiel für die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück hat sie noch nicht bestritten.