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Январь
2026

Debatte um Böllerverbot: Nach Brand: Demonstration für Verbot von Privatfeuerwerk

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In der Silvesternacht 2025/26 wurden drei historische Häuser in der Erfurter Altstadt durch einen Brand schwer beschädigt. Für die Bürgerinitiative "Erfurt böllerfrei" ist das Drama nicht vergessen.

Einen Monat nach dem folgenschweren Silvesterbrand an einem historischen Gebäudekomplex in Erfurt haben etwa 100 Menschen für ein Verbot von Privatfeuerwerk demonstriert. Zu der Demonstration hatte eine nach dem Feuer gegründete Bürgerinitiative "Erfurt böllerfrei" aufgerufen, die mit mehr Zuspruch gerechnet hatte. 300 Teilnehmer waren ursprünglich erwartet worden. Ein Sprecher der Initiative zeigte sich allerdings nichts vollends enttäuscht. Die meisten Demonstranten hätten einen Einwohnerantrag an den Stadtrat unterschrieben, in dem ein städtisches Böllerverbot gefordert wird, sagte er.

Warten auf das Brandgutachten

Während des Silvesterfeuerwerks war in dem Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe des Erfurter Doms ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, insgesamt drei historische Häuser wurden durch Flammen und Löschwasser schwer beschädigt. Betroffen war auch ein Restaurant. 24 Menschen verloren ihr Zuhause. Ermittlungsergebnisse deuteten darauf hin, dass Pyrotechnik in der Nähe des Brandorts gezündet wurde. Endgültig steht die Brandursache bislang jedoch nicht fest. "Wir warten noch auf die Ergebnisse eines Brandgutachtens", sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Patrick Martin, auf Anfrage.

Am Brandort eigentlich Böllerverbot

Nach bundesweiten Regelungen gilt in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden ein generelles Verbot privaten Silvesterfeuerwerks. Der betroffene Häuserkomplex liegt nur einen Steinwurf gegenüber dem Erfurter Dom, in der Altstadt stehen viele besonders gefährdete Fachwerkhäuser.

Viele Menschen in der Stadt hatten nach dem Drama mit Unverständnis auf das Böllern in der Altstadt reagiert. Forderungen wurden laut, dass derartige Verbote von Ordnungsbehörden und Polizei auch konsequent durchgesetzt werden. Das Bürgerbündnis sieht auch Land und Bund in der Pflicht. Nötig sei ein Verkaufsverbot für Silvesterraketen der gefährlichen Kategorie, sagte der Sprecher. Thüringen solle hierfür eine Bundesratsinitiative starten.




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