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"Melania"-Film: Was steckt hinter diesen auffälligen Ungereimtheiten?

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Filmkritiker aus allen Teilen der Welt haben die neue Doku über Melania Trump verrissen. Dennoch scheint sich bei "Melania" auch ein anderer Trend abzuzeichnen. Wenn ein Film über eine amtierende First Lady in die Kinos kommt, sind Erwartungen und Aufmerksamkeit groß. Die neue Dokumentation "Melania" über die Ehefrau Donald Trumps scheint aber nur wenig davon einzulösen. Das erste Medienecho ist katastrophal und die Publikumsresonanz enttäuschend. In den sozialen Medien häufen sich Spott und Häme über Melania Trump – und den Lizenzinhaber Amazon , der für die Verfilmung und das Marketing rund 75 Millionen US-Dollar hingeblättert haben soll. Seit Tagen ist der Tenor gleich: Niemand interessiere sich für dieses Machwerk, das die ersten 20 Tage vor der Amtseinführung Trumps aus der Sicht der First Lady erzählt. Auch in der t-online-Kritik ist von "Enttäuschung im Kinosaal" die Rede , von einem Werk voller "Oberflächlichkeiten" und "Leere". "Melania": Durch den Kinosaal hallt lautes Lachen Schon rund um den Kinostart am Freitag zeichnete sich ab, wie wenig Andrang auf die Vorstellungen herrschte. Postings in den sozialen Medien zeigten gähnend leere Kinosäle oder die Detailseiten der Online-Reservierungen, auf denen sich ein ähnliches Bild zeigte: "Nicht ein einziges Ticket verkauft für die Premiere", schrieb etwa ein User aus den USA . Andere erinnerten sich an eine frühere Doku über Melania Trump. Diese war im Jahr 2020 vom Streamingdienst Netflix veröffentlicht worden. Damals schrieb das US-Medium "Vanity Fair" in seiner Kritik: "Sogar wenn dieser Film im Flugzeug gezeigt würde, würden die Menschen hinausgehen". Pressestimmen zum Film "Melania" So ähnlich fallen auch dieses Mal die Pressekritiken zum neuen Amazon-Film "Melania" aus. Die "Irish Times" etwa schreibt: "Das ehemalige slowenische Model hinterlässt keinen guten Eindruck. Aber auch keinen schlechten. Der Film erreicht vielmehr eine Art passive Distanz – so wie man sie bekommt, wenn man fast zwei Stunden lang eine Kamera auf ein Weizenfeld richtet." Im britischen "Guardian" heißt es: "Es ist einer dieser seltenen Filme, die keine einzige positive Eigenschaft haben. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob man ihn überhaupt als Dokumentarfilm bezeichnen kann. Er ist eher ein aufwendiges Stück Designer-Taxidermie, furchtbar überteuert, eiskalt anzufassen und präsentiert wie ein mittelalterlicher Tribut, um den gierigen König auf seinem Thron zu besänftigen." Das US-Blatt "Variety" urteilt: "Es ist so inszeniert, geschönt und manipuliert, dass es kaum über das Niveau einer schamlosen Werbesendung hinauskommt. Ist es kitschig? Manchmal schon, aber meistens ist es einfach nur langweilig. Es wirkt, als wäre es aus den harmlosesten Ausschnitten einer Reality-Show zusammengeschnitten worden." Im Magazin "The Atlantic" ist lediglich zu lesen, dass es sich um ein "lähmend langweiliges Werk" handelt. Und "The Daily Beast" schreibt: Wären da nicht vereinzelte Szenen, die zum Lachen reizen – von denen die meisten, wie ich vermute, nicht absichtlich humorvoll gemeint waren –, würde ich den Film als Gräuel bezeichnen." Der Film sei "eine so fade Propaganda, dass sie sich fast jeder Kritik entzieht; sie ist so vorhersehbar und völlig sinnlos". Gegenwehr der Trump-Fans Auf dem Bewertungsportal "Metacritic" gibt es 14 gelistete Pressekritiken – alle sind ausschließlich negativ. Auch die User-Bewertungen auf dem Portal sind überdurchschnittlich negativ. Von einer "überwältigenden Abneigung" ist die Rede unter den bisher 195 abgegebenen Stimmen. Von möglichen 10 Punkten erreicht "Melania" gerade einmal 1,2. Dennoch mischen sich auch vielerorts auffallend positive, geradezu hymnische Bewertungen in die Gemengelage. Stammen diese Einordnungen von Trumps-Fans, die versuchen, den Ruf des Werkes zu retten? "Es war einfach fantastisch, mir fehlen die Worte: Ich würde nochmal 20 Dollar ausgeben, um den Film erneut zu sehen", ist im Kommentarbereich bei "Metacritic" zu lesen. Und bei "Rotten Tomatoes" finden sich im sogenannten "Popcornmeter", dem User-Bereich, besonders viele Nutzer, die ihre Begeisterung etwa so ausdrücken: "Was für eine wunderschöne First Lady wir doch im Weißen Haus haben, wir können uns wirklich glücklich schätzen!" Während der Wert bei den professionellen Kritiken nur 11 Prozent beträgt, kommt das "Popcornmeter" auf einen auffallend hohen Wert von 99 Prozent. Eine solche Kluft zwischen den Bewertungen ist selten – und könnte zumindest ein Hinweis darauf sein, dass die Maga-Anhänger sichtlich bemüht sind, die negative Grundstimmung etwas einzufangen.



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