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Nike: Trump-Regierung ermittelt gegen Sportartikel-Giganten

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Die Trump-Regierung ermittelt gegen Nike. Angeblich soll der Konzern Weiße und Männer diskriminiert haben. Dahinter steckt wohl Trumps Schattenfürst. Die US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC hat Ermittlungen gegen den Sportartikelhersteller Nike wegen mutmaßlicher Benachteiligung weißer Mitarbeiter eingeleitet. In einem am Mittwoch eingereichten Gerichtsdokument wirft die Behörde dem Konzern vor, die Herausgabe von Daten zu verweigern. Die "Equal Employment Opportunity Commission" (EEOC) untersucht, ob Nike durch seine Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) gezielt weiße Angestellte und Bewerber diskriminiert hat. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob diese Gruppe von Entlassungen überproportional betroffen war. DEI-Standards wurden maßgeblich auf Betreiben des damaligen Präsidenten Barack Obama in die US-Bundesverwaltung eingeführt. Unter Präsident Joe Biden wurden sie ab 2021 stark ausgeweitet. Auch viele Unternehmen bekannten sich zu DEI und passten firmeninterne Abläufe entsprechend an. Wichtigstes erklärtes Ziel von DEI ist die Chancengleichheit gesellschaftlicher Minderheiten durch Integration und Gleichberechtigung. Nike: "Überraschende und ungewöhnliche Eskalation" Nike habe sich bislang geweigert, einer umfassenden Anordnung nachzukommen und Informationen über die ethnische Zusammensetzung der Belegschaft sowie Teilnehmerlisten von Förderprogrammen herauszugeben, hieß es in dem Antrag an ein Bundesgericht in St. Louis. Die Behörde benötige diese Daten, um festzustellen, ob Gesetzesverstöße vorlägen. Nike bezeichnete die Eingabe als "überraschende und ungewöhnliche Eskalation". Das Unternehmen kooperiere mit der EEOC und habe ihr Tausende Seiten an Unterlagen zur Verfügung gestellt, teilte der Sportartikelhersteller mit. Man setze sich für faire und rechtmäßige Beschäftigungspraktiken ein und befolge alle geltenden Gesetze, auch solche gegen Diskriminierung. Die eigenen Programme und Praktiken stünden im Einklang mit diesen Verpflichtungen. Mit der Untersuchung verschärft die Regierung von Präsident Donald Trump ihr Vorgehen gegen DEI-Initiativen in der Wirtschaft. Kritiker solcher Programme argumentieren, sie untergrüben das Leistungsprinzip und führten zu einer "umgekehrten Diskriminierung" von Weißen und Männern. EEOC-Chefin Andrea Lucas hatte bereits erklärt, viele gängige DEI-Programme könnten rechtswidrig sein. Die Ermittlungen gegen Nike gehen nicht auf eine Einzelbeschwerde zurück, sondern auf eine sogenannte "Commissioner's Charge", die Lucas im Mai 2024 eigenständig initiiert hatte. Die vom Trump-Vertrauten Stephen Miller gegründete Organisation "America First Legal" hatte bereits während der Amtszeit von Biden Beschwerden gegen mehrere Großkonzerne, darunter Nike, bei der EEOC eingereicht.



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