Weitere Warnstreiks: Schulen und Unikliniken betroffen: Warnstreik am Dienstag
Kurz vor der dritten Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder wollen die Gewerkschaften den Druck erhöhen. Ein NRW-weiter Warnstreik ist geplant. Gibt es Folgen es für den Straßenverkehr?
Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder rufen mehrere Gewerkschaften für Dienstag (10. Februar) zu einem landesweiten Warnstreik in Nordrhein-Westfalen auf. Beschäftigte aus Schulen, Unikliniken, von der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung würden in Düsseldorf zu einer Demonstration zusammenkommen, teilten Verdi, GEW, GdP und der dbb NRW mit.
Gewerkschaftschefs sprechen auf Kundgebung
Auf der gemeinsamen Kundgebung vor dem NRW-Landtag werden Verdi-Chef Frank Werneke und der Bundesvorsitzende des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, als Redner erwartet. Die Gewerkschaften rechnen mit zahlreichen Teilnehmern. Neben streikenden Angestellten werden auch Beamte erwartet, die zwar nicht streiken dürfen, sich aber für die Teilnahme Urlaub oder freigenommen haben oder ihre Schicht getauscht haben.
Mit der Aktion wollen die Gewerkschaften unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Das nächste Treffen der Tarifparteien beginnt am Mittwoch (11. Februar) in Potsdam.
Die Gewerkschaften fordern für Tarifbeschäftigte der Bundesländer sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte bereits wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.
Verkehrsauswirkungen unklar
Neben Schulen, Hochschulen und Unikliniken sind laut Verdi auch etwa Staatsanwaltschaften und der Landesbetrieb Straßen.NRW betroffen. Ob das Auswirkungen auf den Verkehr hat, ist bisher nicht bekannt. Es gab einen Warnstreik in der Tunnelleitzentrale, der die Sperrung einer Reihe von Tunneln im Zuge von Bundes- und Landstraßen zur Folge hatte. Denn in langen Tunneln wird der Straßenverkehr aus Sicherheitsgründen überwacht.
