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Energie: Tausende Strom- und Gassperren in Berlin

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Ohne Strom kein Licht, ohne Gas keine Heizung: Viele Menschen in Berlin sind von Energiesperren betroffen. Welche Hilfen es gibt und was die Linke jetzt fordert.

Wegen offener Rechnungen haben Versorger im vergangenen Jahr Tausenden Berliner Haushalten Strom oder Gas abstellen lassen. Das geht aus Antworten der Wirtschaftsverwaltung auf entsprechende parlamentarische Anfragen der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor.

Demnach waren 2025 allein 11.954 Haushalte von Stromsperren betroffen. Das waren deutlich mehr als in den Jahren 2024 (9.731), 2023 (5.569) und 2022 (8.281). Zudem drohte allein der Grundversorger Vattenfall in 75.440 Fällen derartige Sperren an. Viele solcher Androhungen können noch abgewendet werden, etwa durch Vereinbarungen über neue Zahlungsmodalitäten wie Ratenzahlungen.

Leichter Rückgang bei Gassperren

Die Gaszufuhr wurden im Vorjahr laut Wirtschaftsverwaltung bei 1.244 Haushalten unterbrochen. Zum Vergleich: 2024 betraf das 1.157 Haushalte, 2023 waren es 1.398 Haushalte. Sperrandrohungen summierten sich 2025 allein beim Grundversorger Gasag auf 32.093 Fälle. 

Linke will Verbot von Energiesperren 

Die Linke-Fraktion fordert schon länger ein Verbot von Strom- und Gassperren. "Das Mindeste wäre die Einführung einer Genehmigungspflicht und behördliche Prüfung", erklärte ihr Sprecher für Energiepolitik, Philipp Bertram, zu den neuen Zahlen, über die "Berliner Morgenpost" und "nd" bereits am Mittwoch berichtet hatten. "Auch gestaffelte Strompreise mit einem preisgünstigen Grundkontingent können dazu beitragen, Energiearmut zu reduzieren und Sperren zu vermeiden." 

Bertram wertete es als alarmierendes Zeichen, dass sich die Zahl der Stromsperren innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt habe. Dies zeige, wie sehr hohe Strompreise auch Privathaushalte belasteten. "Die Versorgung mit Energie gehört zum Grundbedarf für ein menschenwürdiges Leben, ohne Strom kein Licht, kein warmes Essen, keine Kommunikation, oft keine Heizung", unterstrich der Linke-Politiker. 

Senat verweist auf Beratungsangebote 

Laut Wirtschaftsverwaltung erkennt der Berliner Senat an, dass hohe Energiepreise insbesondere einkommensschwache Haushalte stark belasten. Strom- und Gassperren hätten erhebliche soziale Folgen. Die Wirtschaftsverwaltung verweist unter anderem darauf, dass es ein "umfassendes und ausreichendes Hilfe- und Beratungssystem des Landes Berlin" gebe, welches betroffene Menschen dabei unterstütze, Energiesperren zu vermeiden.




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