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Olympische Spiele: Wirbel um Äußerungen von US-Athleten

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Im Team USA gibt es bei den Olympischen Winterspielen Kritik von Sportlern an der US-Regierung. Das missfällt den Anhängern von Trumps MAGA-Bewegung. Mehrere US-Sportler haben sich bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump ausgesprochen. Dafür gibt es heftige Kritik aus der MAGA-Bewegung. Der amerikanische Freestyle-Sportler Chris Lillis sagte bei einer Pressekonferenz, dass er "todunglücklich ist, wenn er sieht, was in den USA vor sich geht". Als Land müssten die USA ihren Fokus darauf richten, die Rechte aller zu respektieren, sagte er mit Hinweis auf die ICE-Festnahmen von Migranten. Es müsse sichergestellt sein, dass alle Bürger "mit Liebe und Respekt" behandelt werden. US-Politiker fährt Olympioniken an: "Sei still und geh im Schnee spielen" Olympia 2026, Tag 2: Die Deutschen sind auf Medaillenjagd Sein Freestyle-Kollege Hunter Hess wurde noch deutlicher: "Es bringt gemischte Gefühle mit sich, die USA derzeit zu repräsentieren. Es passiert derzeit viel, von dem ich kein großer Freund bin", sagte der Freestyler zu Journalisten. Nur weil er die Flagge der USA trage, bedeute dies nicht, dass er alles, was derzeit in den USA geschehe, repräsentiere. Eiskunstläuferin Glenn: "Politik betrifft uns alle" Die Eiskunstläuferin Amber Glenn sagte mit Blick auf die politische Situation in den USA, es sei eine schwierige Zeit für die Gemeinschaft. Es sei nicht das erste Mal, dass die Sportler zusammenkommen und für Menschenrechte kämpfen müssen. Es betreffe nicht nur die Queer-Gemeinschaft, sondern viele andere. Der Zusammenhalt habe sie stärker gemacht, sagte Glenn. Sie hoffe, ihre Stimme und ihre Plattform während der Spiele nutzen zu können, um Menschen dabei zu unterstützen, stark zu bleiben. "Politik betrifft uns alle", sagte sie zu Kritikern, die fordern, sie solle sich nicht um Politik kümmern. "Das ist etwas, bei dem ich nicht einfach schweigen werde." Die Skifahrerin Mikaela Shiffrin wurde bei einer Pressekonferenz gefragt, wie sie sich dabei fühle, die Vereinigten Staaten bei den Olympischen Spielen zu vertreten, trotz der politischen Spannungen im Land. Die zweifache Goldmedaillengewinnerin zitierte Nelson Mandela als Teil ihrer Antwort. "Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Konflikten. Frieden ist, eine Umgebung zu schaffen, in der wir uns alle entwickeln können, unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Religion, Geschlecht, Klasse oder andere sozialen Unterschiede." Shiffrin sagte, sie wolle bei den Olympischen Spielen ihre eigenen Werte vermitteln, wie Inklusivität und Diversität. Republikaner: "Dann geh' nach Hause" Die Antwort aus dem MAGA-Lager und von Trump-Anhängern ließ nicht lange warten. "Diese Personen sind nicht qualifiziert, die Vereinigten Staaten, das Team USA oder das amerikanische Volk bei Olympischen Spielen oder Wettkämpfen zu vertreten! Hunter Hess, Amber Glenn, Chris Lillis, Eileen Gu... Ihre US-Staatsbürgerschaft sollte sofort aberkannt werden", schrieb der MAGA-Anhänger WJ Huber, der alleine 30.000 Follower auf X hat. Der Republikaner Bryan Donalds, den US-Präsident Donald Trump in seinem Wahlkampf in Florida unterstützte, schrieb: "DU hast dich dafür entschieden, unser Land zu vertreten. DU hast dich dafür entschieden, bei den Olympischen Spielen anzutreten. Wenn dir das zu schwer fällt, dann GEH NACH HAUSE. Manche Dinge sind wichtiger als Politik. Du verstehst das einfach nicht." Er teilte darunter das Video von der Pressekonferenz von Hunter Hess. Katie Miller, die Frau des Trump-Beraters und stellvertretenden Stabschefs im Weißen Haus, Stephen Miller, schrieb auf X: "Wenn man nicht sagen kann, dass man Amerika liebt, während man für unser Land antritt, dann sollte man nicht bei den Olympischen Spielen dabei sein." Rob Schneider, ebenfalls ein prominenter MAGA-Anhänger, fragte auf X, ob es "irgendwelche nicht woken Sportler gibt, die stolz darauf sind, das freieste und größte Land auf Gottes Erde zu repräsentieren". Der olympische Skifahrer Gus Kenworthy hatte bereits vor Beginn der Winterspiele in Mailand-Cortina eine politische Kontroverse ausgelöst, als er eine Anti-ICE-Botschaft in den sozialen Medien veröffentlichte. Kenworthy, ein britisch-amerikanischer Freestyle-Skifahrer, der für Großbritannien antritt, teilte diese Woche ein Instagram-Foto. Auf dem waren die Worte "f–k ICE" in Schnee geschrieben, die, wie er später verriet, aus Urin bestanden. Er forderte die Amerikaner auf, sich an ihre Senatoren zu wenden und sich gegen die Finanzierung des Heimatschutzministeriums im Zusammenhang mit der Einwanderungs- und Zollbehörde auszusprechen. Wie kontrovers die USA bei den Olympischen Winterspielen 2026 gesehen werden, zeigte sich bereits bei der Eröffnung. Zu der Veranstaltung war US-Vizepräsident JD Vance angereist. Zunächst wurden die Athleten des Teams USA beim Einmarsch ins Stadion bejubelt. Doch die Stimmung kippte schlagartig, als Vance und seine Frau Usha auf den Großbildschirmen erschienen und das Stadion mit Buhrufen erfüllt wurde.



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