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Volks- und Raiffeisenbanken: Bis zu dieser Höhe sind Einlagen geschützt

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Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es darum, wie viel Geld auf dem Konto bei einer Bankenpleite geschützt ist. Viele Sparer setzen auf Volks- und Raiffeisenbanken, wenn es um die Sicherheit ihres Geldes geht. Doch angesichts von Reformen bei anderen Banken fragen sich manche Kunden, wie gut ihre Einlagen dort tatsächlich geschützt sind. Genau das wollte auch ein t-online-Leser wissen. Er fragt: "Wie sicher ist mein Geld bei einer Volks- und Raiffeisenbank – und hat sich am Sicherungssystem in diesem Jahr etwas verändert?" Gesetzlicher Schutz bis 100.000 Euro Die kurze Antwort lautet: Nein, für Kundinnen und Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken hat sich am Sicherungssystem nichts geändert. Ihr Geld ist weiterhin durch mehrere Ebenen abgesichert. Grundlage ist zunächst die gesetzliche Einlagensicherung. Wie alle Kreditinstitute in Deutschland sind auch Volks- und Raiffeisenbanken verpflichtet, Einlagen ihrer Kunden gesetzlich zu schützen. Dieser Schutz beträgt bis zu 100.000 Euro je Einleger und je Bank, einschließlich eventuell angefallener Zinsen. Er gilt für alle gängigen Einlagenarten wie Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie für auf den Namen lautende Sparbriefe. Bei kurzfristig hohen Vermögenswerten, etwa nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie oder Auszahlungen aufgrund sozialrechtlicher Ansprüche, greift sogar ein erhöhter gesetzlicher Einlagenschutz. Der zeitlich begrenzte, erhöhte Schutz gilt für bis zu 500.000 Euro und maximal sechs Monate nach Gutschrift des Betrags auf dem Konto je Einleger und je Bank. Sicherungssystem der Genossenschaftsbanken Überdies gehören die Volks- und Raiffeisenbanken einem institutsbezogenen Sicherungssystem an. Dieses System wird vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) getragen. Ziel dieser Sicherung ist es, die Schieflage einzelner Institute von vornherein zu verhindern. Statt erst im Entschädigungsfall einzuspringen, setzt das System darauf, die Stabilität der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe zu sichern. Tagesgeld, ETFs , Aktien: Diese Sicherungsfonds schützen Ihr Geld Krisen im Finanzsystem: So sicher ist Ihr Vermögen Konkret bedeutet das: Die Volks- und Raiffeisenbanken sind sowohl der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH als auch einer zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des BVR angeschlossen. Diese doppelte Absicherung soll gewährleisten, dass es gar nicht erst zu einer Insolvenz eines Mitgliedsinstituts kommt – und damit auch nicht zu einem Entschädigungsfall für die Kunden. Sinkende Einlagensicherungsgrenzen Die Frage nach der Sicherheit von Bankeinlagen wird auch deshalb häufiger gestellt, weil es bei anderen Bankengruppen Veränderungen gegeben hat. Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) wurde reformiert und die Sicherungsgrenzen wurden schrittweise gesenkt. Seit dem Jahr 2023 gelten erstmals feste Obergrenzen. Ab dem 1. Januar 2025 beträgt der Schutzumfang im freiwilligen Einlagensicherungsfonds maximal drei Millionen Euro für private Sparer und maximal 30 Millionen Euro für Unternehmen. Zusätzlich ist der Schutz auf 8,75 Prozent der Eigenmittel des jeweiligen Instituts begrenzt. Ab dem Jahr 2030 werden die Sicherungsgrenzen weiter reduziert. Dann sind Einlagen von privaten Sparern nur noch bis zu einer Million Euro, Einlagen von Unternehmen bis zu 10 Millionen Euro abgesichert. Bestimmte Einlagen, etwa von professionellen Anlegern oder von Unternehmen mit längeren Laufzeiten, sind bereits seit 2023 vom freiwilligen Schutz ausgeschlossen. Fazit: Doppelter Schutz für Sparer Für Sparerinnen und Sparer heißt das also: Neben dem gesetzlichen Schutz von 100.000 Euro besteht bei Volks- und Raiffeisenbanken ein umfassender Institutsschutz, der auf die Stabilität und Bonität aller angeschlossenen Banken ausgerichtet ist.



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