Mick Schumacher: Ex-Formel-1-Fahrer dämpft Erwartungen vor Debüt
Anfang März beginnt die IndyCar-Saison 2026. Mit dabei: Mick Schumacher – der sich nun aber mit deutlichen Worten äußert. Mick Schumacher hat hohe Erwartungen an sein Debüt in der IndyCar-Serie gedämpft. "Ich brauche wahrscheinlich ein bisschen länger", meinte der 26-Jährige im Interview mit Sky auf die Frage, wie er denn schon hineingefunden habe in die Rennserie und das zu Formel-1-Boliden stark unterschiedliche Auto. Er sei noch "neu" und lerne noch den Umgang mit dem Auto, mache sich auch mit den Strecken erst vertraut. Schumacher fährt seit dieser Saison für Rahal Letterman Lanigan Racing. Mit einem Comeback in der Formel 1 hatte es nach seinem Aus nach zwei Jahren bei Haas 2022 weiter nicht geklappt. Eine Anstellung als Test- und Ersatzfahrer bei Mercedes 2024 führte nicht zu weiteren Grand Prix. 2024 und 2025 fuhr Schumacher dazu in der Langstrecken-Weltmeisterschaft für Alpine. "Unter größtem Druck keine Fehler machen" "Die größte Umstellung wird auf jeden Fall der rollende Start sein", führte der einstige Formel-1-Fahrer aus. In der IndyCar-Serie werden Rennstarts und Neustarts nicht wie in der "Königsklasse" stehend, sondern im Fahren per Beschleunigung hinter dem Pace Car ausgeführt. "Auch, dass wir keine Servolenkung haben" sei für ihn neu. Das Auto zu fahren sei deshalb "relativ hart, sehr physisch". Er müsse sich darauf einstellen, "dass man auch unter größtem Druck und größter Anstrengung keinen Fehler machen darf". Trotzdem bekannte Schumacher: "Die Vorfreude ist riesig". Schon Anfang Februar drehte der Sohn der Formel-1-Ikone Michael Schumacher auf dem Homestead-Miami Speedway am Mittwoch 97 Runden und war mit einem noch in komplett schwarz gehaltenen Honda mit der Startnummer 47 unterwegs. Dabei hatte er viel "Spaß", wie er in einem kurzen Video auf dem Social-Media-Account seines Teams Rahal Letterman Lanigan Racing verriet. Schumacher bekam beim RRL-Privatest auch Unterstützung vom ehemaligen IndyCar-Pilot Ryan Briscoe, der erst wenige Tage zuvor als Fahrercoach verpflichtet wurde und dem Deutschen wichtige Tipps gab. Das Team wird in der anstehenden Saison neben dem 26-Jährigen auch die Piloten Graham Rahal (USA) und Louis Foster (England) einsetzen. Das erste Rennen findet am 1. März auf dem Stadtkurs in St. Petersburg im Bundesstaat Florida statt.